Fatima Daas: "Die jüngste Tochter"

Fatima Daas: "Die jüngste Tochter"

Der BuchTipp

Judith Leister   04.07.2021 | 13:05 Uhr

Im Herbst 2020 stürmte Fatima Daas' bekenntnishafter Debütroman "La petite dernière" die Bestseller-Charts in Frankreich. Sie beschreibt die Erlebnisse und Gefühle darüber, was es heißt, als junge Algerierin in Frankreich lesbisch zu sein. Judith Leister hat das Buch schon gelesen.

Im letzten Herbst stürmte Fatima Daas' bekenntnishafter Roman "La petite dernière" die Bestseller-Charts in Frankreich. In ihrem autofiktionalen Debüt, das jetzt auch auf deutsch vorliegt, schreibt die junge Frau über die Widersprüche zwischen muslimischem Glauben und lesbischer Identität, algerischer Herkunft und dem Leben in Frankreich.

Viele Dualitäten

In einem Interview sprach Daas, die in Wirklichkeit anders heißt, von ihren "Schamgefühlen", von der "Schande" der "Doppelkultur" und von der "Schande", lesbisch zu sein. Das klingt ziemlich problemlastig, doch in "Die jüngste Tochter" hat die Autorin eine produktive literarische Form für die vielen Dualitäten in ihrem Leben gefunden. Ein gelungenes Debüt, findet Judith Leister.


Fatima Daas
Die jüngste Tochter

Aus dem Französischen übersetzt von Sina de Malafosse
Claassen Verlag 2021
192 Seiten. 20,00 Euro.
ISBN: 9783546100243


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" am 29.06.2021 und in "Canapé - das entspannte Kulturmagazin" am 04.07.2021 auf SR 2 KulturRadio.

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