Zwölf Bücher im Rennen um den Deutsch-Französischen Jugendbuchpreis

Zwölf Bücher im Rennen

Die Shortlist des Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreises 2021

Jana Bohlmann. Onlinefassung: Rick Reitler   10.05.2021 | 07:50 Uhr

Die Shortlist für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis steht fest. Am 9. Mai wurden mit Unterstützung des Europaministeriums des Saarlandes jene zwölf Bücher vorgestellt, die es aus den rund 90 Bewerbungen ins Finale geschafft haben.

Bis zum 15. Oktober soll die Entscheidung fallen, dann nämlich soll die Preisverleihung für je ein deutsch- und ein französischsprachiges Buch im Rahmen der europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken stattfinden, kündigte Doris Pack, die Vorsitzende der Messe, an.

Die Präsentation: https://frankreichstrategie.saarland

Mehr zum Thema: https://df-jugendliteraturpreis.eu


Die Shortlist


Rachel Corenblit: Les enfants du Lutetia

Mehrere Jugendliche, fast alle Juden, treffen sich kurz nach dem Krieg im berühmten Pariser Hotel Lutetia und hoffen, etwas über das Schicksal ihrer deportierten oder vermissten Angehörigen zu erfahren.

Nikola Huppertz: Schön wie die Acht

Die Mathematik ist Maltes Ordnungsprinzip fürs Leben. In der Welt der Zahlen fühlt er sich sicher. Als seine 17-jährige Halbschwester für einige Wochen einzieht, bekommt seine Welt, seine heile Welt, Risse.

Delphine Pessin: Deux fleurs en hiver

Delphine Pessin nimmt uns in die Welt eines Altenheims mit in dem die Praktikantin Capucine und die neue Bewohnerin Violette aufeinandertreffen.

Martin Schäuble: Cleanland

Martin Schäuble hat die fesselnd geschriebene Fiktion eines hygienediktierten Staats der Ganzkörperanzüge entworfen inklusive eines Überwachungssystems, welches das Verhalten der Menschen kontrolliert.

Gael Aymon: Silent Boy

Silent Boy ist die Geschichte von Anton, Internatsschüler in einer Brennpunktschule. Antons einziger Ausweg sind seine Gespräche in einem Online-Forum, versteckt hinter dem Avatar Silent Boy.

Tamara Bach: Sankt Irgendwas

Eine Klasse begehrt gegen den selbstherrlichen Machtanspruch eines Lehrers auf.

Patrick Bard: Le secret de Mona

Die junge Mona würde alles tun , um nicht von ihrem kleinen Bruder getrennt zu werden.

Antje Leser: Luftschlösser sind schwer zu knacken

In dem packend erzählten Roman geht es um Clankriminalität und Menschenhandel.

Clementine Beauvais: Age tendre

Valentin muss seinen Zivildienst in einem Pflegeheim für Alzheimer-Patienten ableisten, das sorgfältig wie ein Dorf in den 60er Jahren nachgestellt wurde.

Grit Poppe: Verrate

Grit Poppe gewährt eindrückliche Einblicke in zwei jugendliche Lebensläufe in der DDR 1986.

Jo Witek : J’ai 14 ans et ce n’est pas une bonne nouvelle

Efi, ein junges Mädchen voller Träume, wird zu früh aus der Kindheit gerissen und in die Hölle einer Zwangsehe geworfen.

Verena Keßler: Die Gespenster von Demmin

Während sich die 15-jährige Ich-Erzählerin für ihren Berufswunsch als Kriegsreporterin mental auf Todeserfahrungen vorbereitet, hat ihre 80-jährige Nachbarin Lore Dohlberg im Mai 1945 das Sterben am eigenen Leibe erfahren.


Brücken bauen

Die Ziele des 2013 ins Leben gerufenen Auszeichnung sind die Vertiefung des literarischen Brückenbaus zwischen Deutschland und Frankreich und die Förderung zeitgenössischer Jugendbuchautoren.


10. September 2020: Jubiläum in Saarbrücken
20 Jahre Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse
Die Jubiläumsausgabe der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken war im Herbst 2020 für SR-Reporter Jochen Marmit ein guter Anlass für eine kleine Rückschau: 2001 war das Lesefest zum ersten Mal über die Bühne gegangen - kurz nach dem "PISA-Schock".


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 10.05.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt Besucherinnen und Besucher auf der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse, Saarbrücken 2020 (Foto: SR Fernsehen).

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