Ivan Ivanji: "Corona in Buchenwald"

Ivan Ivanji: "Corona in Buchenwald"

Der BuchTipp

Stefan Berkholz. Onlinefassung: Rick Reitler   27.04.2021 | 13:20 Uhr

Der serbische Schriftsteller Ivan Ivanji, Jahrgang 1929, hat mittlerweile ein reichhaltiges literarisches Werk vorgelegt. Sein neuer Roman dreht sich um das jährliche Gedenktreffen der wenigen KZ-Überlebenden in der Nähe des KZ Buchenwald. Stefan Berkholz hat das Buch gelesen.

Der serbische Schriftsteller Ivan Ivanji, Jahrgang 1929, hat mittlerweile ein reichhaltiges literarisches Werk vorgelegt. Sein neuer Roman dreht sich um ein alljährliches Gedenktreffen der wenigen KZ-Überlebenden am Ettersberg bei Weimar in der Nähe des KZ Buchenwald, zu denen auch Ivanji gehört. Das Treffen musste 2020 Corona-bedingt ausfallen - und so beschließen die Überlebenden, sich selbst erlebte Geschichten per Bildschirm zu erzählen...

"Dialogreich, gallig, unterhaltend"

"Mit 92 Jahren hat Ivan Ivanji noch einmal letzte Fragen in den Raum gestellt", meint Stefan Berkholz. Herausgekommen sei "ein fiktives, ein melancholisches Buch", "solide gebaut, dialogreich, gallig, unterhaltend, eine literarische Selbstbefragung im Wartesaal der Corona-Zeit".


Ivan Ivanji
Corona in Buchenwald

Picus Verlag 2021
256 Seiten. 24,00 Euro.
ISBN: 978-3-7117-2106-8

Über den Autor

Ivan Ivanji wurde am 24. Januar 1929 im serbischen, dreisprachigen Banat in eine jüdische Ärztefamilie hineingeboren. Als Kind wurde er in Novi Sad verhaftet, mit 16 Jahren aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit. Ivanji studierte in Belgrad Germanistik, arbeitete dann als Lehrer, Journalist, Verlagslektor, Dramaturg und Übersetzer. Von 1974 bis 1978 war Ivanji Botschaftsrat Jugoslawiens in Bonn, danach bis 1981 im jugoslawischen Außenministerium. Von 1982 bis 1988 war Ivanji Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes.


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" am 27.04.2021 auf SR 2 KulturRadio.

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