Helga Schubert, Bachmannpreisträgerin 2020 (Foto: dpa / picture alliance)

"Sie hat Lebensgeschichte in Literatur verwandelt"

Der Bachmannpreis 2020 geht an Helga Schubert

Robert Hecklau im Gespräch mit Literaturexperte Holger Heimann   21.06.2020 | 15:45 Uhr

Am 21. Juni sind die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur zu Ende gegangen. 14 Autorinnen und Autoren haben sich um den Ingeborg Bachmann Preis 2020 beworben. Gewonnen hat Helga Schubert. Dazu im Interview: Literaturexperte Holger Heimann.

"Sie ist eine ganz besondere Preisträgerin.", so Literaturexperte Holger Heimann über die diesjährige Bachmannpreisträgerin. Die gebürtige Berlinerin Helga Schubert ist 80 Jahre alt. In diesem Alter hatte bisher noch niemand in Klagenfurt gelesen. Aber nicht nur das: Sie war schon einmal eingeladen, 1980. Die DDR hatte ihr jedoch die Ausreise verboten.

Später war Schubert dann einige Jahre in der Jury und in diesem Jahr glückte nun also ein zweiter Anlauf. Mit ihrem autobiografischen Text "Vom Aufstehen", konnte sie sich den begehrten Preis erlesen. Im Zentrum der Erzählung steht eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Damit habe Schubert Lebensgeschichte in Literatur verwandelt, heißt es in der Begründung der Jury.

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1980 war die Schriftstellerin Helga Schubert schon einmal für den Bachmann-Preis nominiert. Doch damals erhielt sie keine Ausreisegenehmigung aus der DDR. 40 Jahre später wird Schubert nun geehrt.

Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 21.06.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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