PEN-Generalsekretär: "Protest ist ganz wichtig"

Im Kampf für mehr Literaturvermittlung in den Medien

Ein Gespräch mit PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann zur Einstellung des NDR-Bücherjournals zum Jahresende 2020

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   14.05.2020 | 08:45 Uhr

Der Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland, Heinrich Peuckmann, hat sich im SR-Interview für ein breites gesellschaftliches Bündnis für die Literaturvermittlung stark gemacht. Er kritisierte den NDR-Intendanten Joachim Knuth für dessen Entscheidung, das traditionsreiche "Bücherjournal" zum Jahresende einzustellen.

Der Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland, Heinrich Peuckmann, hat sich im SR-Interview für wieder mehr Literatur im Fernsehen und für ein breites gesellschaftliches Bündnis für die Literaturvermittlung stark gemacht.

Reformen statt Abschaffung

"Wir brauchen eine Gesamtanstrengung. Literatur ist wichtig", sagte Peuckmann im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. Nicht die Abschaffung bestehender TV-Formate, sondern Reformen bzw. Veränderungen hin zu mehr Auflockerung seien der richtige Weg. Denn derzeit gehe die Lesekultur überall ein bisschen verloren. "Protest ist ganz wichtig", so Peuckmann.

Der PEN-Generalsekretär stellte sich damit gegen NDR-Intendant Joachim Knuth, der angekündigt hatte, das traditionsreiche "Bücherjournal" im Zuge der Sparmaßnahmen des Senders zum Jahresende einzustellen.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 14.05.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt einige Bücher im deutschen PEN-Zentrum Darmstadt (Archivbild: dpa / Frank Rumpenhorst).

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