Gábor Schein: "Der Schwede"

Gábor Schein: "Der Schwede"

Der LiteraturTipp auf SR 2 KulturRadio

Judith Leister   21.01.2020 | 16:20 Uhr

Stockholm 2006: Ein sterbender alter Mann bittet eine ungarische Psychiaterin um einen letzten Dienst: Sie soll seinem Adoptivsohn brisante Dokumente überbringen. Was anfangs noch "nach einem etwas klischeehaften Familienroman" aussehe, entpuppe sich bald "als faszinierende literarische Studie über das totalitäre 20. Jahrhundert, das West- und Osteuropäer noch immer voneinander trennt", meint Judith Leister in ihrer Rezension des Romans. Das große Thema des Romans aber sei "Erinnerung als Konstruktion".


Gábor Schein:
Der Schwede


Aus dem Ungarischen von Lacy Kornitzer
Friedenauer Presse 2019, 204 Seiten. 22,00 Euro
ISBN 978-3-932109-93-5

Zur Person

Bei uns in Deutschland ist er kaum bekannt, in Ungarn schon seit den 1990ern eine feste Größe in der Literaturszene: Gábor Schein. Der 1969 geborene Autor ist nicht nur Lyriker, Romancier und Dramatiker, sondern auch Übersetzer und Literaturdozent an der Central European University, die letztes Jahr aus politischen Gründen von Budapest nach Wien übersiedeln musste.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 21.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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