ein Szenenfoto aus: Tristan und Isolde mit: Vorn: Peter Schöne (Kurwenal) Burkhard Fritz (Tristan) Judith Braun (Brangäne) und Aile Asszonyi (Isolde) hinten: Stefan Röttig (Melot) Herrenchor (Foto: Kaufhold)

"Eine Schiffahrt ins Unbewusste"

Ein Premierenbericht zur Neuinszenierung der Wagner-Oper am Saarländischen Staatstheater

Jochen Marmit, Chris Ignatzi. Onlinefassung: Rick Reitler   18.05.2022 | 19:35 Uhr

Am Sonntag wird die Oper "Tristan und Isolde" in der Neuinszenierung der beiden ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka zum dritten Mal in Saarbrücken aufgeführt. SR-Reporter Chris Ignatzi war schon bei der Premiere dabei: "Ein Abend, der einen Besuch wert war".

Am 8. Mai feierte Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde" in der Neuinszenierung der beiden ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka ihre Premiere am Saarländischen Staatstheater.

Ein Abend im Geisterhaus

Auch wenn immer mehr Publikum im Lauf der Vorstellung den Saal verließ, ist SR-Reporter Chris Ignatzi voll des Lobes über das Bühnenbild, den Fünfziger-Jahre-Look der Kostüme, die Leistung der Sängerinnen und Sänger und die polarisierende Idee, die berühmte Tragödie als Zeitreise in ein Geisterhaus anzulegen: "Ein Abend, der einen Besuch wert war", so sein Fazit.


Tristan, Isolde und Hitchcock im Geisterhaus
Video [SR Fernsehen, (c) SR, Chris Ignatzi, 18.05.2022, Länge: 05:04 Min.]
Tristan, Isolde und Hitchcock im Geisterhaus

Das Videobild zeigt Judith Braun als Brangäne und Aile Asszonyi als Isolde (Foto: Matin Kaufhold).


Chris Ignatzi über die Premiere von "Tristan und Isolde"
Audio [SR 2, Jochen Marmit, 09.05.2022, Länge: 04:03 Min.]
Chris Ignatzi über die Premiere von "Tristan und Isolde"


Mehr zum Thema:

Im Interview: Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka
"Die Umkehrung allen Lebensinstinkts"
König Marke von Cornwall und sein Vertrauter Tristan sind im Krieg gegen das irische Königreich. Markes Vertrauter wird dabei schwer verwundet, von Fürst Morol. Mit einer Waffe, die dessen Verlobte Isolde vergiftet hat. Sie soll Tristan den endgültigen Todesstoß versetzen. Aber: nur ein Blick in seine Augen, und es ist um sie geschehen. Viereinhalb Stunden lang breitet Richard Wagner auf der Bühne die Geschichte von Tristan und Isolde aus, mit Liebes- und Todestränken, Intrigen, und vor allem schwelenden inneren Konflikten. Tristan und Isolde finden ihre Bestimmung nur im gemeinsamen Tod. Die beiden ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka bringen Wagners Oper an diesem Wochenende in einer neuen Inszenierung auf die Bühne des Saarländischen Staatstheaters. Vorab haben sie Gabi Szarvas im SR 2-Studio besucht.


Staatstheater, Großes Haus, Tblisser Platz, Saarbrücken

Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner nach dem Versroman "Tristan" von Gottfried von Straßburg

Regie: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka


Die nächsten Termine:

Sonntag, 22. Mai 2022, 17:00 Uhr
Donnerstag, 26. Mai 2022, 17:00 Uhr
Samstag, 4. Juni 2022, 17:00 Uhr
Sonntag, 19. Juni 2022, 17:00 Uhr
Sonntag, 26. Juni 2022, 17:00 Uhr

Weitere Informationen: https://www.staatstheater.saarland


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 09.05.2022 auf SR 2 KulturRadio und in "Wir im Saarland - Kultur" am 18.05.2022 im SR Fernsehen. Das Bild ganz oben zeigt eine Szene aus "Tristan und Isolde". Vorn: Peter Schöne (Kurwenal) Burkhard Fritz (Tristan) Judith Braun (Brangäne) und Aile Asszonyi (Isolde) hinten: Stefan Röttig (Melot) Herrenchor (Foto: SST/Martin Kaufhold).

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