geschlossene Theaterbühne (Foto: pixabay (CC0))

Wie Amateurtheatervereine im Saarland leiden

Ein Beitrag zur Auswirkungen der Corona-Krise auf die saarländische Amateurtheater-Szene

René Henkgen. Onlinefassung: Rick Reitler / Maureen Welter   11.01.2022 | 10:41 Uhr

Seit Beginn der Corona-Krise vor nunmehr 22 Monaten haben viele Hobbyschauspielerinnen und -schauspieler im Saarland kein einziges mal mehr auf der Bühne gestanden. SR-Reporter René Henkgen hat sich bei Theatervereinen vor Ort über die Stimmung informiert.

Von heute auf morgen war alles dicht und ganz Deutschland im Lockdown - als die Corona-Krise im Frühjahr 2020 auch Europa erreicht hatte. Die meisten Menschen konnten im Laufe der vergangenen 22 Monate wieder mit ihren Hobbys wie Fußball oder Handball beginnen. Schwieriger aber war es für die Hobbyschauspielerinnen und -schauspieler im Saarland – viele von ihnen haben bis heute kein einziges mal mehr auf der Bühne gestanden.

Wie Amateurtheatervereine unter Corona leiden
Audio [SR 2, René Hengken, 11.01.2022, Länge: 02:31 Min.]
Wie Amateurtheatervereine unter Corona leiden

Das Problem: Corona-Auflagen würden Auftritte zwar möglich machen, das würde sich aber für viele Vereine nicht rechnen. Hans-Georg Bock von der Volksbühne Hülzweiler erklärt: "Wenn uns ein Stück gut 20.000 Euro kostet und wir nur vor 150 Leuten spielen können, dann kann ich das wirtschaftlich gegenüber dem Verein als Vorsitzender nicht vertreten."

Große immaterielle Schäden

Dadurch, dass die meisten Theateraufführungen in den letzten knapp zwei Jahren gar nicht statt gefunden haben, sei der finanzielle Schaden bei den Vereinen relativ gering. Bei vielen seien durch die Absagen „nur“ die Fixkosten aufgelaufen, aber das Vereinsleben leide. Bis auf ein paar Proben habe sich der Austausch die meiste Zeit nur auf Online-Kommunikation beschränkt. Und der Austausch mit dem Publikum - live und vor Ort - fehle aber komplett.

SR-Reporter René Henkgen hat sich bei Theatervereinen vor Ort über die Stimmung informiert.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 11.01.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt einen geschlossenen Bühnenvorhang (Foto: pixabay (CC0)).

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