Versammlung in Eppelborn (Foto: SR)

Mehr Geld für Jugendarbeit in Saar-Vereinen

Ein Beitrag über das neue Förderprogramm "Jugendarbeit in der Breitenkultur" des saarländischen Kultusministeriums

Johann Kunz. Onlinefassung: Rick Reitler   08.12.2021 | 06:50 Uhr

Die saarländische Kulturministerin Christine Streichert-Clivot hat ein neues Förderprogramm für die Jugendarbeit in Saar-Vereinen auf den Weg gebracht. 700.000 Euro sollen innerhalb von zwei Jahren verteilt werden, damit die Verbände ihre Jugendarbeit professionalisieren können.

Proberäume ohne Musikerinnen, Klassenzimmer ohne Schüler, Bühnen ohne Künstler: Bilder, die schon im ersten Corona-Lockdown zur Normalität wurden. Leidtragende waren bzw. sind besonders Senioren, Jugendliche und Kinder.

Vereine unter Druck

Neues Förderprogramm zur Jugendarbeit in Saar-Vereinen
Audio [SR 2, Johann Kunz, 08.12.2021, Länge: 02:58 Min.]
Neues Förderprogramm zur Jugendarbeit in Saar-Vereinen

1,55 Millionen stellte die Landesregierung damals für 900 Vereine zur Verfügung, um beispielsweise Musikvereine oder Amateur-Theater bei den kostenintensiven Corona-Auflagen am Leben zu erhalten - also im Durchschnitt rund 1700 Euro pro Verein. Doch jetzt fehlt wieder Geld, und das Vereinsleben liegt vielerorts am Boden.

Weitere 0,7 Millionen

Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) hat deswegen unter dem Titel "Jugendarbeit in der Breitenkultur" ein neues Förderprogramm angekündigt. Diesmal sollen 700.000 Euro innerhalb von zwei Jahren verteilt werden, damit die Verbände ihre Jugendarbeit mithilfe von Fachleuten professionalisieren können. Der Landesjugendring soll davon 95.000 Euro erhalten. 145.000 Euro sollen in das Projekt "Kreative Praxis" fließen, um professionellen Kulturvermittlern einen besseren Stundenlohn bezahlen zu können.


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Ein Thema u. a. aus der Sendung "Der Nachmittag" vom 07.12.2021 und in "Der Morgen" vom 08.12.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbld ganz oben zeigt eine Versammlung des Bund saarländischer Musikvereine (BSM) im Big Eppel in Eppelborn, 2021 (Foto: SR Fernsehen).

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