Prof. Dr. Carola Lentz, die Präsidentin der deutschen Goethe-Institute (Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer)

Über Vergangenheit und Zukunft der Goethe-Institute

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Carola Lentz, Präsidentin der Goethe-Institute

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   29.11.2021 | 14:35 Uhr

In den vergangenen 70 Jahren wurden Goethe-Institute in nunmehr 98 Ländern aufgebaut. Prof. Dr. Carola Lentz, die Präsidentin der Einrichtung, gibt im SR-Interview einen Überblick über die bisherige Entwicklung und über aktuelle Themen und Herausforderungen - zum Beispiel die Corona-Krise.

Seit 70 Jahren sind die Goethe-Institute weltweit ein wichtiger Pfeiler deutscher Kulturarbeit bzw. deutscher Kulturpolitik im Ausland. Angefangen hat 1951 alles mit Sprachkursen für Deutschlehrer - heute bieten die Institute eine weit größere Bandbreite für nahezu jedermann. Im Jahr 2020 nahmen beispielsweise mehr als 223.000 Menschen an Deutschkursen teil.

Digitaler Spracherwerb

Im Interview: Prof. Carola Lentz
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 29.11.2021, Länge: 08:04 Min.]
Im Interview: Prof. Carola Lentz

Zum Jubiläum gibt die Präsidentin des Goethe-Instituts, Prof. Dr. Carola Lentz, eine studierte Ethnologin und Afrika-Kennerin, einen Überblick über die bisherige Entwicklung, aktuelle Themen und Herausforderungen - auch, was den Umgang mit Corona angeht. Hier setzten die Institute verstärkt auf digitale Sprachkurse, sagte Lentz im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger: Diese hätten die Reichweite sogar erhöht.

Herausforderungen

Besonders angesprochen fühlten sich gerade in Afrika junge Menschen mit künstlerischem Hintergrund, u. a. in Start-Ups für Computerspiele-Entwicklung. Als größte Herausforderungen sieht Lentz die "zunehmend autoritären Tendenzen" an manchen Standorten und die Verknüpfung von Innen und Außen in der deutschen Kulturpolitik.

Botschafter für deutsche Kultur

Das weltweit präsente Goethe-Institut wirbt seit dem 9. August 1951 - also seit über 70 Jahren - im Ausland für die deutsche Sprache und Kultur. Das erste Institut wurde in Athen gegründet, heute gibt es Vertretungen in 98 Ländern.


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Seit genau 70 Jahren wirbt das in 98 Ländern präsente Goethe-Institut für die deutsche Sprache und Kultur. Die Einrichtung will auf Betreiben der Präsidentin Carola Lentz auch beim eigenen Personal diverser werden und sich verstärkt gegen "kulturelle Intoleranz" engagieren.


Ein Thema aus der Sendung "Der Nachmittag" vom 29.11.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz ganz oben zeigt Prof. Dr. Carola Lentz, die Präsidentin der deutschen Goethe-Institute (Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer).

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