Eingang der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) in Saarbrücken (Foto: Patrick Reitler/SR)

Kunststudierende im Dienst des "Green Deal"

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Christian Bauer, Leiter der Hochschule der Bildenden Künste Saar, über die Tagung "Die Welt der Gestaltung als Wille und Vorstellung"

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   28.10.2021 | 06:00 Uhr

Die HBK Saar will mit einem zweitägigen Symposium einen Debattenraum für die Entwicklungsmöglichkeiten der New European-Bauhaus-Bewegung schaffen. Es geht um das Zusammenwirken von Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion. Ein Interview mit HBK-Leiter Prof. Dr. Christian Bauer.

Unter dem Motto "Die Welt der Gestaltung als Wille und Vorstellung" findet am 28. und 29. Oktober eine interdisziplinäre Tagung im Rahmen des EU-Kulturprogramms "New European Bauhaus" an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (hbk saar) in Saarbrücken statt - als eine Facette des großen "Green Deal"-Programms der EU-Kommission.

Kontakt und Kooperation

Im Interview: Prof. Dr. Christian Bauer
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 26.10.2021, Länge: 05:51 Min.]
Im Interview: Prof. Dr. Christian Bauer

Hochschulleiter Prof. Dr. Christian Bauer sieht einen Vorteil des Treffens darin, führende Fachleute und Studierende zusammenbringen zu können, damit die angehenden Künstlerinnen und Künstler den "gesellschaftlichen Transformationsprozess als ihre eigene Aufgabe indentifizieren können".

Durch die "Fridays for Future"-Generation stünden auch er und seine Kolleginnen und Kollegen an der HBK "unter Zugzwang, über die Generationen hinweg einen Entwurf zu tätigen für einen gelingenden gesellschaftlichen Verständigungsprozess", sagte Bauer im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger.

"Gesellschaftliche Transformation"

Allein auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu setzen, werde "nicht funktionieren": Ohne einen kulturellen Wandel sei die gesellschaftliche Transformation nicht zu bewerkstelligen, so Bauer. "Die Kooperationsfähigkeit von Menschen wird der Schlüssel sein zur Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts".


28. bis 29. Oktober 2021
Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK Saar)
Pingusson-Gebäude, Hohenzollernstraße 60, 66117 Saarbrücken (Eingang durch den Garten)

Die Welt der Gestaltung als Wille und Vorstellung
Interdisziplinäre Tagung zu Fragen der Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion

Mehr im Netz: https://www.hbksaar.de

Livestream: https://www.youtube.com/channel/UCKu2W3-APUf9gtdTnlEJTKg


Hintergrund

Das Bauhaus und seine Arbeit ist ein Exportschlager deutscher Geistesgeschichte. 2019 hat die Schule, die in Weimar gegründet wurde und später nach Dessau und nach Berlin umgezogen ist, ihren 100. Geburtstag gefeiert. Das Bauhaus setzte weltweit Maßstäbe in der Gestaltung von Alltagsgegenständen, Bauprojekten und Lehr- und Lernmethoden.

Daran will die EU-Kommission anknüpfen und hat dafür das Kulturprogramm "The New European Bauhaus" initiiert. Es beruht auf dem "konzeptionellen Dreiklang von Ästhetik – Nachhaltigkeit – Inklusion" und ist "eingebettet in die wirtschaftspolitische Leitlinie der EU, den "Green Deal".

Die HBK Saar will mit seiner Tagung einen Debattenraum für die Entwicklungsmöglichkeiten der New European-Bauhaus-Bewegung schaffen.

Wechsel an der HBK-Spitze

Am 1. Oktober hat Professor Christian Bauer seine Vorgängerin, Prof. Gabriele Langendorf, als Chef der HBK Saar abgelöst. Neuen Prorektorin ist Prof. Maike Fraas.


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" am 26.10.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt einen Eingang der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) in Saarbrücken (Rick Reitler/SR).

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