Venedig 2021: "Ein Festival der starken Schauspielerinnen"

"Ein Festival der starken Schauspielerinnen"

Ein Gespräch mit Filmkritiker Peter Claus zur Zwischenbilanz der 78. Filmfestspiele von Venedig

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   06.09.2021 | 15:45 Uhr

Vier Favoriten im Rennen um den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig hat der Berliner Filmkritiker Peter Claus nach wenigen Tagen schon ausgemacht. Die deutsch-britische Koproduktion "Spencer" über das Leben von Lady Diana gehört allerdings nicht dazu. Ein Interview.

Noch sind nicht alle 21 nominietern Filme im Wettbewerb um den Goldenen Löwen von Venedig gelaufen - aber die Zeit ist wenigstens für ein kleines Zwischenfazit reif.

Starke Filme im Wettbewerb

Vier Favoriten hat der Berliner Filmkritiker Peter Claus schon ausgemacht: "Madres Parallelas" von Pedro Almodóvar, "The Card Counter" von Paul Schrader, "È stata la mano di Dio (Die Hand Gottes)" von Paolo Sorrentino und "Illusions perdues" von Xavier Giannoli.

Die deutsch-britische Koproduktion "Spencer" über das Leben von Lady Diana habe die hohen Erwartungen nicht erfüllen können: "Leider kein guter Film, trotz der herausragenden Kristen Stewart in der Hauptrolle", so Claus im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit.


Die 21 Filme im Wettbewerb:

"Madres paralelas" von Pedro Almodóvar (Spanien, Eröffnungsfilm)
"Spencer" von Pablo Larraín (Deutschland, Großbritannien)
"Il buco" von Michelangelo Frammartino (Italien, Frankreich, Deutschland)
"Mona Lisa and the Blood Moon" von Ana Lily Amirpour (USA)
"Un autre monde" von Stéphane Brizé (Frankreich)
"The Power of the Dog" von Jane Campion (Neuseeland, Australien)
"America Latina" von Damiano und Fabio D'Innocenzo (Italien, Frankreich)
"L'événement" von Audrey Diwan (Frankreich)
"Competencia oficial" von Gastón Duprat und Mariano Cohn (Spanien, Argentinien)
"Sundown" von Michel Franco (Mexiko, Frankreich, Schweden)
"Illusions perdues" von Xavier Giannoli (Frankreich)
"The Lost Daughter" von Maggie Gyllenhaal (Griechenland, USA, Großbritannien, Israel)
"Freaks Out" von Gabriele Mainetti (Italien, Belgien)
"Qui rido io" von Mario Martone (Italien, Spanien)
"On the Job: The Missing 8" von Erik Matti (Philippinen)
"Żeby nie było śladów" von Jan P. Matuszyński (Polen, Frankreich, Tschechien)
"Kapitan Volkonogov bezhal" von Natasha Merkulova und Aleksey Chupov (Russland, Estland, Frankreich)
"The Card Counter" von Paul Schrader (USA, Großbritannien, China)
"È stata la mano di Dio (Die Hand Gottes)" von Paolo Sorrentino (Italien)
"Vidblysk (Reflection)" von Valentyn Vasyanovych (Ukraine)
"La caja" von Lorenzo Vigas (Mexiko, USA)


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Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 06.09.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben vom 27.01.2021 zeigt die Schauspielerin Kristen Stewart als Prinzessin Diana in einer Szene des Films "Spencer" (undatiert). In dem Set-Foto des verwandelt sich Stewart täuschend echt in Prinzessin Diana - mit leicht geneigtem Kopf und scheuem Blick unter einem schwarzen Hut mit Schleier. Die Dreharbeiten unter Regie von Larrain sind jetzt angelaufen (Foto: picture alliance/dpa/PA Media | Neon/Topic Studios).

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