Eine Bühnenprobe kurz vor dem Start des Bundesfestivals junger Film in St. Ingbert (Foto: SR Fernsehen)

Hauptpreis für "Liebe, Pflicht und Hoffnung"

Eine Bilanz des Bundesfestival junger Film 2021 in St. Ingbert

Chris Ignatzi. Onlinefassung: Rick Reitler   09.08.2021 | 08:45 Uhr

Das Bundesfestival Junger Film in Sankt Ingbert ist zu Ende. Der Hauptpreis ging an das Drama "Liebe, Pflicht und Hoffnung" von Maximilian Conway. Auch eine Saarländerin wurde ausgezeichnet. Für SR-Reporter Chris Ignatzi war's wieder ein insgesamt sehr gelungenes Festival.

Nach drei Tagen und fast 80 Filmbeiträgen ist das Bundesfestival Junger Film am Abend des 8. August im saarländischen Sankt Ingbert zu Ende gegangen. Die meisten Vorführungen fanden trotz des durchwachsenen Wetters Open Air statt - der Corona-Krise wegen.

Preis für HBK-Studentin

Der Abschlussabend des Bundesfestivals junger Film 2021
Audio [SR 2, Chris Ignatzi, 09.08.2021, Länge: 03:32 Min.]
Der Abschlussabend des Bundesfestivals junger Film 2021

Der Hauptpreis für den besten Film ging an "Liebe, Pflicht und Hoffnung" von Maximilian Conway, einer 27-minütigen Adaption von Ödön von Horvárths Theaterstück "Glaube Liebe Hoffnung". Der Film erzählt die Geschichte einer gescheiterten Jazz-Sängerin, die eine Affäre mit ihrem Gerichtsvollzieher eingeht. Hauptdarstellerin Barbara Colceriu wurde zudem für die beste schauspielerische Leistung geehrt.

Der Nachhaltigkeitspreis blieb im Saarland: Die Dudweiler HBK-Studentin Katharina Schacke wurde für ihren Bachelor-Film "Undenkbar" ausgezeichnet.

16.000 Euro Preisgeld

Insgesamt wurden beim mittlerweile größten Kutzfilmfestival für den deutschsprachigen Nachwuchs 14 Auszeichnungen mit Preisgeldern in Höhe von 16.000 Euro verteilt. Den Innovationspreis, der vom Saarländischen Rundfunk gestiftet wird (1000 Euro Preisgeld), bekam der Film "Salidas" von Regisseur Michael Fetter Nathansky.

Gewinnerfilm im Netz

Den Gewinnerfilm "Liebe, Pflicht und Hoffnung" von Maximilian Conway gibt's auch in der 3sat-Mediathek.


Video [aktueller bericht am Sonntag, 08.08.2021, Länge: 3:42 Min.]
Preisverleihung des Bundesfestival Junger Film
77 Filme von rund 500 Einsendungen standen beim größten deutschsprachigen Kurzfilmfestival auf dem Programm. Insgesamt wurden acht Hauptauszeichnungen und sechs Sonderpreise vergeben.


Weitere Auszeichnungen:

  • Regisseurin Natascha Zink für "GRRRL(Preis für gesellschaftlich relevanten Film)
  • "DeAD" von Regisseur Guram Geguchadze (Nachwuchsjury-Preis)
  • Regisseurin Marleen Valien und Autor Mathis van den Berg für "Ein kleiner Schnitt" (Preis für eine besondere Regieleistung)
  • Schauspielerin Barbara Colceriu für ihre Hauptrolle in "Liebe, Pflicht & Hoffnung" (Preis für eine besondere schauspielerische Leistung)
  • "Undenkbar" von Regisseurin Katharina Schacke (Nachhaltigkeitspreis)
  • "Green" von Regisseur Dominik Galleya (Musikvideopreis)
  • das Drehbuchkonzept "Eine Krankheit wie ein Gedicht" von Regisseurin Jelena Ilic (Stoffentwicklungspreis)
  • das Team um den Regisseur Simon Schares für den Film "Die Verwaltung des Internets" (Trashfilmpreis)


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Das Bundesfestival junger Film 2021
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SR-Reporter Jan Henrich war bei der Eröffnung am Abend des 5. August dabei.

SR Fernsehen (Video)
Zum Auftakt des Bundesfestivals Junger Film
Ein Beitrag aus dem "aktuellen bericht" des SR Fernsehens vom 5. August 2021.

Das Bundesfestival junger Film ist eröffnet
Audio [SR 2, Holger Büchner, Jan Henrich / Jörn Michaely, Fabian Roschy, 06.08.2021, Länge: 02:30 Min.]
Das Bundesfestival junger Film ist eröffnet
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Mehr als 200 junge Filmschaffende stellen über 70 Kurzfilme an verschiedenen Spielorten in der Stadt vor, unter anderem im Open-Air-Kino am Marktplatz. Ein Ausblick mit Festivalleiter Jörn Michaely.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 09.08.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eine eine Bühnenprobe kurz vor dem Start des Bundesfestivals junger Film in St. Ingbert (Foto: SR Fernsehen).

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