Barbara Renno über Ophüls 2021: "Es ist wirklich ein guter Jahrgang"

"Es ist wirklich ein guter Jahrgang"

Ein Gespräch mit SR-Kulturredakteurin Barbara Renno über das digitale Filmfestival Max Ophüls Preis 2021

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   22.01.2021 | 08:45 Uhr

"Das gute alte Autorenkino - das lebt, ist zukunftsfähig und ganz im Hier und Jetzt verankert": SR-Kulturredakteurin Barbara Renno zeigt sich in ihrem Zwischenfazit zum Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 voll des Lobes über das Leitungsteam, die Filmauswahl, die Geschichten und die Leistungen des Filmnachwuchses. Ein Interview.

Am 23. Januar endet die 42. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis mit der Preisverleihung. Und auch diese wird - wie das komplette Festival - nur im Internet zu sehen sein.

"Engagiert, ehrgeizig und ernsthaft"

Doch auch dieses rein digitale Festival war für SR-Kulturredakteurin Barbara Renno "viel gelungener als ich mir das vorher hätte vorstellen können". Extra-Lob gab's von ihr vor allem fürs Abspecken des Programms, für die "sehr kluge Filmauswahl" und für die "durchweg glaubwürdigen Geschichten" des Filmnachwuchses, der sich diesmal besonders engagiert, ehrgeizig und ernsthaft präsentiert habe. Auch das Festivalteam um Svenja Böttger und Oliver Baumgarten habe "ganze Arbeit geleistet".

Autorenkino - ganz im Hier und Jetzt

"Das gute alte Autorenkino - das lebt, ist zukunftsfähig und ganz im Hier und Jetzt verankert", sagte Renno im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue. Zwei Filme hätten sie besonders beeindruckt, verriet Renno - nämlich der Spielfilm "Das Massaker von Anröchte" von Hannah Dörr und "Wir alle. Das Dorf", ein Dokumentarfilm von Antonia Traulsen und Claire Roggan.


Festival-Homepage: https://ffmop.de


Mehr über das Festival 2021:

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Max Ophüls Preis 2021
Das Filmfestival zu Hause erleben
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17. bis 23. Januar 2021
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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 22.01.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt die SR-Kulturredakteurin Barbara renno (Foto: Pasquale D'Angiolillo).

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