Über Ophüls 2021 als virtuelles Event

Über Ophüls 2021 als virtuelles Event

Ein Gespräch mit Oliver Baumgarten, dem künstlerischen Leiter des Saarbrücker Filmfestivals Max Ophüls Preis, über die virtuelle Ausgabe 2021

Jochen Erdmenger. Onlineversion: Rick Reitler   13.01.2021 | 15:40 Uhr

Oliver Baumgarten, der künstlerische Leiter des Fimlfestivals Max Ophüls Preis, hat im SR-Interview u. a. über den Kartenvorverkauf, über die ungewisse Zukunft der Film- und Kinobranche und über seine Bemühungen gesprochen, den "Event"-Charakter des Festivals auch in der digitalen Ausgabe zu bewahren.

Die 42. Ausgabe des Saarbrücker Film-Festivals Max Ophüls Preis findet ausschließlich online statt: Alle Filme sind nur im Netz abrufbar. Los geht's am Sonntag, 17. Januar, allerdings erstmal mit einem Gratis-Angebot: Die Eröffnung ist kostenfrei per Streaming-Plattform zu sehen.

"Wir wollen ein Event schaffen"

Oliver Baumgarten, der künstlerische Leiter des Festivals, hat mit SR-Moderator Jochen Erdmenger u. a. über den vor wenigen Tagen angelaufenen Kartenvorverkauf, über die ungewisse Zukunft der Film- und Kinobranche und über seine Bemühungen gesprochen, den "Event"-Charakter des Festivals auch in der digitalen Ausgabe zu bewahren.

"Gespräche anstoßen"

Dazu gehöre nicht nur - anders als bei den üblichen Streamingportalen wie etwa Netflix - eine räumlich-zeitliche Begrenzung der Angebote, sondern auch die Möglichkeit zur Diskussion. Als Grundlage für habe man bereits sehr viele Interviews mit Kreativen zu allen 98 Filmen aufgezeichnet, die ebenfalls online zu sehen sein werden - zusätzlich zum eigentlichen Film. Außerdem werde man das Publikum per Videokonferenz mit den Filmschaffenden zusammenbringen - Online-Anmeldung vorausgesetzt.

Mit Vorverkauf "sehr zufrieden"

Mit dem bisherigen Vorverkauf für die Online-Tickets sei das Ophüls-Team "sehr zufrieden", sagte Baumgarten - zumal er davon ausgehe, dass im heimischen Wohnzimmer nicht nur eine zahlende Person einen Film anschauen werde, sondern wahrscheinlich mehrere Filmfans aus der ganzen Familie. "Die Anzahl der Tickets, die wir haben, wird nochmal 'ne ganz andere Auswertung bekommen", so Baumgarten.

Themen-Schwerpunkte

Inhaltlich seien im Jahrgang 2021 einige gesellschaftlich relevante Themen besonders auffällig: Viele Filmemacherinnen und Filmemacher beschäftigten sich mit Fragen der Selbstbestimmung, besonders der Selbstbestimmung von Frauen, mit Kapitalismuskritik, mit Identitäten, mit dem Verständnis von Gemeinschaft bzw. generell mit der Frage: "Wie wollen wir leben?".


Wir im Saarland - Kultur (13.01.2021)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 13.01.2021, Länge: 29:05 Min.]
Wir im Saarland - Kultur (13.01.2021)
Das 42. Filmfestival Max Ophüls Preis wird in diesem Jahr vom 17. bis 24. Januar ausschließlich online stattfinden. Im Zentrum sollen wie gewohnt die Wettbewerbe stehen, viele Filme werden zu entdecken sein. Und durch neue Formate im Netz soll es sogar wenigstens ein bisschen Eventcharakter geben.


Mehr zum Thema im Archiv:

Bis Sonntag, 17. Januar, ist der Kauf von Pässen und Einzelkarten für die Online-Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis übers Internet möglich. Ein Online-Ticket kostet 8,00 Euro.

Im Netz: https://ffmop.de

Video [aktueller bericht, 11.01.2021, Länge: 3:13 Min.]
Blaue Woche statt blauer Stunde


Auftakt am Sonntag

Ab Sonntag, 17. Januar, dem Auftakttag des Festivals, ist grundsätzlich nur noch der Erwerb von Einzeltickets für den Streaming-Dienst möglich. Die Festival-Eröffnung findet am selben Sonntag ab 19.30 Uhr ebenfalls nur online statt. Zuschauen kostet nichts. Danach - gegen 20.00 Uhr - kann der Eröffnungsfilm "A Black Jesus" auf der Streaming-Plattform angesehen werden. Allerdings ist auch für den Eröffnungsfilm der Erwerb eines regulären Streaming-Tickets nötig - es sei denn, man ist im Besitz eine Goldenen Fan-Passes.

Wettbewerb und mehr ab Festivalmontag

Sämtliche Filme des Wettbewerbs und der Nebenreihen sind ab Montag, 18. Januar, ab 10.00 Uhr online abrufbar.


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Die 42. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis findet ausschließlich per Videostreaming-Plattform statt. Das Kartenkontingent ist trotzdem streng begrenzt. SR-Reporterin Barbara Grech weiß mehr.

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Die Online-Ausgabe des 42. Max Ophüls Filmfestivals wird am 17. Januar mit "A Black Jesus" eröffnet. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Verehrung einer schwarzen Jesus-Statue im sizilianischen Heimatdorf des Filmemachers Luca Lucchesi.

Wegen Coronapandemie
Max Ophüls Preis 2021 ausschließlich online
Die 42. Ausgabe des Filmfestival Max Ophüls Preis wird vom 17. bis 24. Januar ausschließlich online stattfinden - auf einer eigens für das Festival entwickelten Streaming-Plattform. Die Zuschauer können in den Publikumswettbewerben über ihren Favoriten abstimmen.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Nachmittag" am 13.01.2021 auf SR 2 KulturRadio.

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