"Enfant terrible": ein Regisseur zwischen Genie und Wahnsinn

"Enfant terrible": ein Regisseur zwischen Genie und Wahnsinn

Eine Rezension des aktuellen Films von Oskar Roehler

Alexander Soyez. Onlinefassung: Rick Reitler   01.10.2020 | 07:15 Uhr

Oskar Roehlers Rainer-Werner-Fassbinder-Porträt stößt bei SR-Filmkritiker Alexander Soyez auf wenig Begeisterung: Das Genie Fassbinder komme insgesamt zu kurz - man bekomme nur den Wahnsinn des legendären Filmemachers zu sehen.

Reiner Werner Fassbinders Ruf als einer der wichtigsten Köpfe der jüngeren deutschen und auch internationalen Filmgeschichte ist ungebrochen. Fast genauso legendär wie sein Ruf als besessener Filmemacher war sein wildes, kurzes Leben. Damit befasst sich der neue Film von Regisseur Oskar Roehler mit dem Titel "Enfant Terrible".

"Nur ein wildes Klischee"

"Ein bühnenstückartiger, buchstäblich kulissenhafter Hinter-den-Kulissen-Ritt", der "nur ein wildes Klischee zeigt", meint SR-Filmkritiker Alexander Soyez. Das Hauptproblem des Films liege für ihn vor allem darin, dass das Genie namens Fassbinder "zu kurz" komme: "Man bekommt nur den Wahnsinn zu sehen".


Enfant terrible

Deutschland 2020, ca. 135 Min. FSK 16
Regie: Oskar Roehler

Darsteller: Oliver Masucci, Meike Droste, Erdal Yildiz, Simon Böer u. v. a.

Deutschlandstart: 1. Oktober 2020

Der Film wird in der Region beispielsweise im Filmhaus und in der camera zwo in Saarbrücken gezeigt.


Kinoplakat Enfant Terrible (Foto: Filmverleih)
Kinoplakat Enfant Terrible (Weltkino Filmverleih)


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 01.10.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Szenenfoto aus "Enfant Terrible" von Oskar Roehler (Foto: picture alliance/-/Weltkino Filmverleih/dpa).

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