Der Nazi-Propagandafilm "Jud Süß"

Der Nazi-Propagandafilm "Jud Süß"

Ein düsteres Kapitel deutscher Filmgeschichte

Siegfried Tesche   05.09.2020 | 13:45 Uhr

Basierend auf dem Stoff von Lion Feuchtwanger und Wilhelm Hauffs Novelle "Jud Süß" formten die Nazis 1940 einen düsteren Hetzfilm gegen Juden. Siegfried Tesche über eins der dunklesten Kapitel deutscher FiImgeschichte.

Am 2. September sind zum 77. Mal die Filmfestspiele Venedig gestartet - als erstes Festival in der Corona-Ära. 80 Jahre ist es jetzt her, dass auf dem Lido ein Film uraufgeführt wurde, der zu den dunkelsten Kapiteln deutscher Filmgeschichte gehört: der antisemitische Hetzfilm "Jud Süß" von Veit Harlan.

Bei den Nazis - allen voran dem nationalsozialistischen Propagandaminister Joseph Goebbels - löste das üble Machwerk Begeisterungsstürme aus. Die Autoren des ursprünglichen Stoffs, Wilhelm Hauff mit seiner gleichnamigen Novelle und später Lion Feuchtwanger, hätte es wohl kaum erfreut, dass ihr Buchinhalt derart verfälscht worden ist.

Ein Thema in der Sendung "Der Lange Samstag" vom 05.09.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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