Ab durch die Mitte: "Wundersam wirklich"

Ab durch die Mitte (1): "Wundersam wirklich"

Ausstellungstipp: Magischer Realismus aus den Niederlanden

Barbara Renno, Onlinefassung: Raphael Klein   16.08.2020 | 16:40 Uhr

Magischer Realismus: 1925 prägte der Kunstkritiker Franz Roh den Begriff einer Kunstströmung, die sich zwischen gesellschaftskritischem Realismus und den Traumwelten des Surrealismus bewegt. Einige der wichtigsten niederländischen Vertreter*innen wurden im Sommer von der Kunstsammlung Gera präsentiert. Teil 1 unserer Kulturreise-Serie "Ab durch die Mitte" Deutschlands.

In Corona-Zeiten haben die Deutschen Deutschland als Reiseland entdeckt – wirklich ganz Deutschland? Nein, die einen haben sich im Norden, an Nord- und Ostsee, getummelt und die anderen hat es ins Gebirge oder ins Voralpenland in den Süden gezogen. Wir haben uns deshalb "Ab durch die Mitte" gemacht und stellen Ihnen Sehenswertes aus der Mitte Deutschlands vor.

Bilder zwischen Traum und Wirklichkeit

SR 2 Kulturredakteurin Barbara Renno war in Gera und hat in den Kunstsammlungen eine Ausstellung entdeckt, die es in sich hat. Bis Ende August konnte man in der dortigen Orangerie die Ausstellung "Wundersam wirklich" erleben.

Ein Besuch dieser Schau stellte nicht nur als eine Reise in die Mitte Deutschlands heraus, sondern führte den Besucher auch in die Mitte zweier sich gegenüberstehender Kunstströmungen. Denn hier werden Werke des sogenannten "Magischen Realismus" gezeigt. Der verbindet das vermeintlich Unvereinbare: das traumhaft Surreale mit dem Wirklichkeitsgetreuen.

50 Gemälde und Zeichnungen von zehn niederländischen Künstler*innen aus dem Bestand des Museums Arnhem gab es zu sehen - darunter Raoul Hynckes, Dick Ket, Pyke Koch, Johan Mekkink, Wim Schuhmacher, Charley Toorop und Carel Willink. Sie zählen zu den bedeutendsten und bekanntesten niederländischen Vertreter*innen des "Magischen Realismus".

Ein Thema in der Sendung "Canapé - das entspannte Kulturmagazin" vom 16.08.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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