Vor 50 Jahren: Eklat bei der Berlinale

Eklat bei der Berlinale

Ein Rückblick auf den Berlinale-Skandal vom 30. Juni 1970

Siegfried Tesche. Onlinefassung: Rick Reitler   30.06.2020 | 13:30 Uhr

Vor genau 50 Jahren wurden die Internationalen Filmfestspiele von Berlin zum ersten und bis heute letzten Mal abgebrochen. Auslöser dafür war ausgerechnet ein deutscher Film: "o.k." vom damals 31-jährigen Regisseur Michael Verhoeven. Siegfried Tesche blickt zurück.

Am 30. Juni 1970 stand die Kulturszene Deutschlands Kopf: Die Internationalen Filmfestspiele von Berlin wurden abgebrochen.

Der deutsche Blick nach Vietnam

Auslöser dafür war ausgerechnet ein deutscher Film, der zu internationalen Verwicklungen führte: In "o.k." vom damals 31-jährigen Regisseur Michael Verhoeven ging es u. a. um Gewaltverbrechen von amerikanischen Soldaten während des Vietnam-Krieges. Das war zu viel für den damaligen Berlinale-Jurychef George Stevens, der "Anti-Amerikanismus" erkannt zu haben glaubte...

Berlinale 2020

Die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin fanden im Februar 2020 statt. Sie standen zum ersten Mal unter der Leitung von Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, die offiziell am 1. Juni 2019 als Doppelspitze den bisherigen Festivalchef Dieter Kosslick abgelöst hatten.

Die 70. Berlinale - die Gewinner
Die Bären sind vergeben
Am 29. Februar wurden bei der 70. Berlinale in Berlin die Bären verliehen. Insgesamt wurden in den anderthalb Wochen davor 340 Filme gezeigt. Der Hauptpreis ging an den iranischen Filmregisseur Mohammad Rasoulof für seinen Kurzfilm "There is no evil". Silke Mehring fasst zusammen.


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 30.06.2020 auf SR 2 KulturRadio.

Das Archivbild ganz oben zeigt die Berlinale-Pressekonferenz vom 06.07.1970 in Berlin - mit Festspielgeschäftsführer Walther Schmieding (l-r), Jurymitglied Gunnar Oldin (Schweden), Jurymitglied David Neves (Brasilien), eine Dolmetscherin, die Jurymitglieder Dusan Makavejev (Jugoslawien), Alberto Lattuada (Italien) und Manfred Durnick (Deutschland) und der Geschäftsführer der Jury, Edmund Luft, (Foto: dpa / Chris Hoffmann).

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