Milo Rau: Heimischer Garten statt Amazonasdschungel

Milo Rau: Heimischer Garten statt Amazonasdschungel

Über den Regisseur Milo Rau und seinen Umgang mit der Corona-Krise

Oliver Kranz. Onlinefassung: Rick Reitler   07.04.2020 | 08:25 Uhr

Vor einer Woche hieß es für den Theater- und Filmregisseur Milo Rau Abschied nehmen von seiner "Antigone"-Inszenierung am Amazonas - jetzt bekämpft er Kapitalismus und Neoliberalismus auch erst einmal vom Home-Office aus.

Wie viele Selbstständige sind auch freischaffende Künstlerinnen und Künstler häufig besonders hart von der Corona-Krise und den damit einhergehenden Beschränkungen betroffen: Auftritte vor Publikum sind ja momentan höchstens online erlaubt.

Kapitalismus-Gegner Rau

Für den Theater- und Filmregisseur Milo Rau ist das Arbeiten im Home-Office besonders schwierig, weil er für seine Projekte in der Regel sehr viel reisen muss - manchmal in die entlegensten Gegenden der Welt. Doch vor einer Woche hieß es Abschied nehmen von seiner "Antigone"-Inszenierung am Amazonas in Brasilien - jetzt bekämpft er Kapitalismus und Neoliberalismus auch erst einmal im Büro und Garten daheim.

Milo Rau war in den vergangenen Jahren mehrfach auch in Saarbrücken zu Gast - beim Festival Perspectives und als Poetik-Dozent für Dramatik.

Rückblick:

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Die Schriftstellerin und Übersetzerin Terézia Mora findet es gar nicht so unangenehm, sich in der Krise zu Hause zu vergraben, denn das tut sie ohnehin ganz gerne. Der Blick auf ihre "unfreiwillig eingesperrten" Mitmenschen aber stimmt sie doch nachdenklich.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 07.04.2020. Das Bild ganz oben zeigt Milo Rau (Archivfoto: SR).

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