Staatstheater: Mundschutzmasken statt Opernkostüme

Mundschutzmasken statt Opernkostüme

Ein Besuch von SR-Reporterin Barbara Grech in der Kostümabteilung des Saarländischen Staatstheaters

Barbara Grech / Onlinefassung: Rick Reitler   01.04.2020 | 07:25 Uhr

Die Näherinnen und Näher der Kostümabteilung des Saarländischen Staatstheaters stellen zurzeit keine Bühnenkostüme, sondern lieber Atemschutzmasken her. SR-Reporterin Barbara Grech hat den tapferen Schneiderlein über die Schulter geschaut.

Die Kostümabteilung des Saarländischen Staatstheaters näht normalerweise mittelalterliche Kleidung, Renaissance-Roben oder schräge Fantasie-Outfits. Doch in Corona-Zeiten, in denen die Bühne geschlossen ist, nähen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lieber bunte Atemschutzmasken.

Die Baumwollstücke genügen zwar nicht medizinischen Hygiene-Ansprüchen und werden auch nicht verkauft, tun ihren Dienst aber beispielsweise als Geschenk für Pflegeheime.


Dem Virus trotzen - aber sicher!
"Stay at home": Das Staatstheater auf Youtube
Auch das Staatstheater will in Zeiten der Ausgangsbeschränkung präsent bleiben - auch wenn das Publikum und auch die Akteure den Bühnen fern bleiben müssen. Auf seinem Youtube-Kanal stellt das Haus unter dem Motto "Stay at home!" beispielsweise Lesungen, humoristische Arien oder persönliche Grüße ein.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 01.04.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt eine Näherin, die eine Atemschutzmaske herstellt (Foto: dpa / picture alliance / Jens Büttner)

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