Zwiespältige Reaktionen auf Petzolds "Undine"

Zwiespältige Reaktionen auf Petzolds "Undine"

Ein Gespräch mit Kino-Experte Peter Claus über "Undine" von Christian Petzold im Berlinale-Wettbewerb

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   24.02.2020 | 08:15 Uhr

"Undine", der mit Spannung erwartete neue Film von Christian Petzold, enttäuscht nach Auffassung von Kino-Experte Peter Claus mit "zu viel Konstruktion, zu viel Banalität". Viel gelungener erscheint ihm das Filmmärchen "Persian Lessons" mit Lars Eidinger, das es aber nicht in den Hauptwettbewerb der Berlinale geschafft habe.

Kino-Experte Peter Claus hat sich im SR-Interview nicht besonders begeistert über den mit Spannung erwarteten neuen Film von Christian Petzold gezeigt: "Undine" habe das Publikum gespalten wie bislang kein zweiter Film im Berlinale-Wettbewerb. Aus seiner Sicht gebe es hinter den schönen Bildern vor allem "zu viel Konstruktion, zu viel Banalität" in Petzolds schwer zu klassifizierendem Märchen.

Geheimtipp: "Persian Lessons"

Viel gelungener erscheine ihm das deutsch-russische-belorussische Filmmärchen "Persian Lessons" mit Lars Eidinger, das es aber nicht in den Hauptwettbewerb geschafft habe.


Undine

Deutschland/Frankreich 2020, ca. 92 Min.
Regie: Christian Petzold
Darsteller: Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaree, Jacob Matschenz u. a.

Deutschlandstart: 26. März 2020


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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 24.02.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Foto ganz oben zeigt Undine-Regisseur Christian Petzold (l-r) mit Schauspielerin Paula Beer und Schauspieler Franz Rogowski bei der Premiere ihres Films auf der Berlinale (Foto: dpa / Michael Kappeler).

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