Frankreich: Debatte um Polanski-Film

Kritik an César-Nominierungen für Polanski-Film

Sabine Wachs   06.02.2020 | 07:25 Uhr

"Intrige“ - so heißt der neue Film des französisch-polnischen Regisseurs Roman Polanski. Der Film wurde für insgesamt zwölf Mal für den César nominiert. Das hat die "metoo"-Debatte in Frankreich erneut entfacht.

"Ich klage an" - so lautet die Übersetzung des französischen Titels "J'accuse" des aktuellen Polanski-Films. Darin geht es um die Dreyfus-Affäre. Ein Justizskandal, der vor gut 120 Jahren die französische Republik erschüttert hat. Am 6. Februar läuft "Intrige" in Deutschland an.

Lassen sich Werk und Künstler trennen?

In Frankreich ist der Film schon seit November zu sehen und hat dort für Wirbel gesorgt. Kurz vor dem französischen Filmstart gab es es Vergewaltigungsvorwürfe gegen Star-Regisseur Polanski, Filmpremieren wurden gestört, mussten teilweise sogar abgesagt werden. Nach den César-Nomierungen, dem wichtigsten nationalen Filmpreis, wird nun in Frankreich darüber diskutiert, in wie weit sich Werk und Künstler trennen lassen.

Die Rezension:

Neu im Kino
"Intrige" von Roman Polanski
Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts: Ein Skandal-Urteil gegen den jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus erschüttert die Dritte Republik. Der Schriftsteller Émile Zola schreibt einen der berühmtesten Artikel der Pressegeschichte: "J'Accuse! - Ich klage an!" . Die neue, bereits mehrfach preisgekrönte Verfilmung von Regie-Altmeister Roman Polanski basiert auf Robert Harris' historischem Roman "An Officer and Spy" über diese wahre Geschichte. "Ein solide gemachter Spionage-Krimi", meint SR-Kinoexperte Alexander Soyez.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 06.02.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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