"Das spielen, was mich betrifft"

"Das spielen, was mich betrifft"

Filmfestival Max Ophüls Preis: "Masel Tov Cocktail" von Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch und Merle Teresa Kirchhoff

David Differdange   24.01.2020 | 14:00 Uhr

Der Film "Masel Tov Cocktail" erzählt eine persönliche Geschichte mit Konfliktpotenzial: Er zeigt, was es heißt, als Jugendlicher aus einer jüdischen Familie in Deutschland aufzuwachsen. Aktuell läuft er beim Filmfestival Max Ophüls Preis. SR-Reporter David Differdange hat ihn sich angesehen.

"Masel Tov Cocktail"

So richtig überraschend ist es nicht, dass Protagonist Dima (Alexander Wertmann) seine Wut nicht zügeln kann. Er bricht seinem Mitschüler die Nase. Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch entlarven in ihrem Film "Masel Tov Cocktail" antisemitische Anfeindungen und Klischees, denen Juden sich im Alltag in Deutschland oft ausgesetzt fühlen.

Masel Tov Cocktail: "Wir sind mehr als Klischees"
Video [SR.de, (c) SR, 23.01.2020, Länge: 05:22 Min.]
Masel Tov Cocktail: "Wir sind mehr als Klischees"

Immer wieder knöpft sich der Protagonist auch das Publikum vor und spricht direkt in die Kamera. Die Regisseure nutzen Bildeinschübe, Grafiken und dokumentarische Elemente, um die Absurdität der Situationen zu untermalen.

Alexander Wertmann feiert in dem mittellangen Film sein Debüt und kann sich gut mit seiner Rolle identifizieren. "Da ist jetzt endlich mal eine Perspektive gezeigt, die erklärt, wie ich mich fühle als Jude in Deutschland."

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Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 24.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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