Wie "queer" kann's im Kino zugehen?

Wie "queer" kann's im Kino zugehen?

Ein Bericht von der Podiumsdiskussion am 22. Januar beim 41. Filmfestival Max Ophüls Preis

Martin Breher. Onlinefassung: Rick Reitler   23.01.2020 | 15:45 Uhr

Eine "queer-feministische Utopie des Leistungssports", afrodeutsch-queere Serienfiguren, lesbische Superhelden und eine Wahl-Familie aus drei queeren Menschen - an diesen Ideen arbeiten gerade vier junge Filmemacherinnen und Filmemacher. Am Mittwoch stellten sie ihre Projekte auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis vor. SR-Reporter Martin Breher war dabei.

Wie selbstverständlich sind diverse, homosexuelle oder transgender Menschen im Kino? Offensichtlich sehr, denn junge Filmemacherinnen und Filmemacher setzen immer mehr auf das Themenfeld. Bei einer Podiumsdiskussion am Rand des Filmfestivals Max Ophüls Preis stellten vier Filmemacherinnen und Filmemacher am Festivalmittwoch ihr jeweils eigenes Projekt zum Thema vor.

So geht es in ihren Arbeiten beispielsweise um "eine Art queer-feministische Utopie des Leistungssports", um afrodeutsch-queere Serienfiguren, um lesbische Superhelden oder um eine Wahl-Familie aus drei queeren Menschen.

Mehr zum Thema im Archiv:

Filmfestival Max Ophüls Preis
Über "queeres" Leben im Kino
Beim Filmfestival Max Ophüls Preis gibt es 2020 den Themenschwerpunkt: "Der queere Blick". Es geht dabei vor allem um die Perspektive junger Filmemacher auf Themen wie Homosexualität, Diversität, Gender, Trans- oder fluide Geschlechteridentität, kurz: auf "queeres" Leben. Dass dieser ganz andere Lifestyle zumindest in der deutschen Filmszene längst als Teil der Normalität akzeptiert wird, stößt bei dem Berliner Kinokritiker Peter Claus auf große Zustimmung. "Wenn wir wirklich eine offene Gesellschaft sein wollen, dann muss das selbstverständlich sein", sagte Claus im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding.


Mehr zum Festival:

Rund um Ophüls 2020
154 Filme flimmerten vom 20. bis zum 26. Januar im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis über die Leinwände der Saarbrücker Kinos. In vier Wettbewerben konkurrierten insgesamt 63 Filme um die Auszeichungen in verschiedenen Kategorien. Hier gibt es ausführliche Infos zum Festival.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 23.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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