Premierenkritik: "Prometheus - Ein Abend, der verzaubert"

"Welcher Tänzer war Prometheus?"

"Prometheus" am Saarländischen Staatstheater - Eine Premierenkritik

Denise Dreyer / Onlinefassung: Raphael Klein   06.10.2019 | 13:45 Uhr

Am 5. Oktober stand das Große Haus des Saarländischen Staatstheaters ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven, der 2020 seinen 250. Geburtstag feiern würde. Zur Musik von Beethovens "Die Geschöpfe des Prometheus" würdigte Stijn Celis' neue Ballettinszenierung den alten Meister. Eine Premierenkritik.

Video [aktueller bericht, 07.10.2019, Länge: 3:57 Min.]
Kollegengespräch: Eindrücke vom Stück „Prometheus“

Prometheus, das ist doch der, dem der Adler die Leber wegfrisst. Er war "frech" zu Göttervater Zeus, der ihn an einen Felsen im Kaukasusgebirge schmiedete und außerdem befahl, dass die Leber ständig nachwuchs – sodass Prometheus die Qual jedes Jahr erdulden musste. Das ist vielleicht die bekannteste Geschichte rund um den Titanen Prometheus, der ziemlich neugierig war und mit allen Wassern gewaschen.

Neuinterpretation von Musik und Mythos

Ballett „Prometheus“ im Saarländisches Staatstheater  (Foto: Bettina Stöss)

Prometheus brachte dem unmündigen Volk Wissenschaft und Kunst und – er brachte ihm das Feuer – Ursprung von Wärme, Licht und – im übertragenen Sinn - Fortschritt. Die Prometheus-Sage hat Künstler aller Zeiten beschäftigt und war für alles gut: Psychologie, Philosophie, Bildende Kunst, Musik - und hier für das Ballett. So hat 1801 der junge Beethoven in Wien den Prometheus auf die Bühne gebracht. Und Stijn Celis hat diese Ballettmusik für das bevorstehende Beethoven-Jubiläumsjahr neu interpretiert.

"Ein Abend der verzaubert"

Ballett „Prometheus“ im Saarländisches Staatstheater  (Foto: Bettina Stöss)

Stijn Celis' Choreograpie sei - wie er selbst sagt - frei von philosophischen, historischen oder mythischen Bezügen. Im Zentrum der Choreographie steht das magische Zusammenspiel zwischen Tanz und Musik - den Prometheusklängen von Ludwig von Beethoven und den elektronischen Klängen von Bianchi Hoesch. Dennoch lassen sich immer wieder Anspielungen erkennen. Eine perfekte und verzaubernde Umsetzung aus Tanz, Musik und Mythos, findet SR-Reporterin Denise Dreyer.


Ballett „Prometheus“ im Saarländisches Staatstheater  (Foto: Bettina Stöss)

Auf einen Blick

"Prometheus"
Ballett vom zur Stijn Celis
zur Musik von Ludwig van Beethovens »Die Geschöpfe des Prometheus«
und Lorenzo Bianchi Hoesch

Ort:
Großes Haus, Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken

Weitere Termine
Samstag, 05. Okt 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 13. Okt 2019, 18.00 Uhr
Sonntag, 27. Okt 2019, 18.00 Uhr
Freitag, 08. Nov 2019, 19.30 Uhr
Mittwoch, 13. Nov 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 17. Nov 2019, 18.00 Uhr
Samstag, 23. Nov 2019, 19.30 Uhr
Freitag, 20. Dez 2019, 19.30 Uhr
Freitag, 27. Dez 2019, 19.30 Uhr

Besetzung
Musikalische Leitung: Stefan Neubert
Choreographie: Stijn Celis
Bühnenbild: Sebastian Hannak
Kostüme: Catherine Voeffray
Licht: Patrik Hein
Dramaturgie: Dr. Klaus Kieser

Weitere Informationen unter:
www.staatstheater.saarland/nc/stuecke/

Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 06.10.2019 auf SR 2 KulturRadio.


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