Pingusson-Bau: "Einer der letzten wirklich emblematischen Zeugen"

"Einer der letzten wirklich emblematischen Zeugen"

Kunsthistorikerin Eva Mendgen über den Pingusson-Bau

Jochen Erdmenger   13.08.2019 | 08:45 Uhr

Eine Komplett-Sanierung des Pingusson-Baus in Saarbrücken würde wohl über 50 Millionen Euro kosten. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) und Parteikollegen sehen das Geld woanders besser investiert. Die SPD und Kulturminister Ulrich Commerçon dagegen sind für eine Sanierung. Die Kuntshistorikerin Eva Mendgen, die viel über das Gebäude und die "französische Zeit an der Saar" geforscht hat, ist mittlerweile genervt von den "kleinlichen Interessenspielchen" der Parteien.

Hintergrund:

Pingusson-Gebäude
Commerçon will wieder einziehen
Die Diskussion um den Pingusson-Bau in Saarbrücken, einst französische Botschaft, später Sitz des Kultusministeriums und seit Jahren leer stehend, ist in vollem Gange. Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) hält an einer Sanierung fest. Die Kosten würden niedriger ausfallen als von Bauminister Klaus Bouillon (CDU) befürchtet.

Pingusson-Bau in Saarbrücken
Hans will keinen Abriss – vorerst
Wie geht es weiter mit dem leer stehenden Pingusson-Bau in Saarbrücken? Mindestens 53 Millionen Euro soll eine Komplettsanierung nach den Worten von Bauminister Klaus Bouillon (CDU) kosten. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will vor einer Entscheidung erst valide Zahlen auf dem Tisch haben.

Pingusson-Bau in Saarbrücken
53 Millionen Euro für Sanierung nötig
Eine vollständige Sanierung des denkmalgeschützten Pingusson-Baus in Saarbrücken käme das Land offenbar teuer zu stehen: Bauminister Klaus Bouillon (CDU) bezifferte die Kosten auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mit rund 53 Millionen Euro.

Kommentar:

Kommentar
Zehn Jahre Stillstand beim Pingusson-Bau
Mitten in Saarbrücken, an der Stadtautobahn, steht das ehemalige Kultusministerium. Obwohl der sogenannte "Pingusson-Bau" historisch bedeutsam und ein architektonisches Denkmal der französischen Moderne ist, verfällt das Gebäude allmählich. Der Pingusson-Bau wurde und wird sträflich vernachlässigt und von der Regierung links liegen gelassen, meint SR-Kulturreporterin Barbara Grech.

Kunst im Pingusson-Bau:

"Kluft & Haut"
Porträts junger Menschen auf der Walz
Seit 9. August sind im Pingusson-Bau Portraits zu sehen sein, die das Brüderpaar Dominik und Benjamin Reding von Handwerkergesellinnen und -gesellen auf der Walz gemacht haben. "Kluft und Haut" heißt das Ganze und SR-Kulturredakteurin Barbara Renno hat sich das Projekt vorab angeschaut und Benjamin und Dominik Reding getroffen.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 13.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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