Fotografin Ingeborg Knigge erhält Monika-von-Boch-Preis

"Fortgang - Ingeborg Knigge Retrospektiv"

Retrospektive zu Ehren der Monika-von-Boch-Preisträgerin Ingeborg Knigge im Merziger Schloss Fellenberg

Audio: Martin Breher / Onlinefassung: Raphael Klein   05.05.2019 | 16:45 Uhr

Beim Namen von Boch denkt man wahrscheinlich erst einmal an Mettlacher Keramik. Aber bei den von Bochs gab es auch noch andere Talente - etwa die Fotografin Monika von Boch. In Erinerung an ihr Schaffen wird seit 2003 alle zwei Jahre der Monika-von-Boch-Preis für Fotografie vergeben. Am 5. Mai ging die Auszeichnung an die Fotografin Ingeborg Knigge. Mit der Preisverleihung im Schloss Fellenberg in Merzig wurde auch eine Ausstellung eröffnet, mit dem Titel "Fortgang - Ingeborg Knigge retrospektiv".

Der Monika-von-Boch-Preis

Die Namensgeberin des Preises, die Fotografin Monika von Boch (1915-1993) stammte aus Mettlach und wurde mit ihrer Fotografie weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. In Erinnerung an ihre Kunst werden seit 2003 alle zwei Jahre herausragende Fotografen und Fotografinnen ausgezeichnet.

Noch bis zum 4. Juli ist die große Ingeborg-Knigge-Retrospektive in Merzig zu sehen. Gezeigt werden Werke aus ihrem 40-jährigen Schaffen, für das sie nun den Monika-von-Boch-Preis für Fotografie erhalten hat. Die Jury lobte Knigge u.a. für ihr künstlerisches, akribisches und konzeptionelles Verständnis von Fotografie. Mit der Namensgeberin des Preise, Monika von Boch, habe sie zum Beispiel gemein, dass sie mit großer Beharrlichkeit und Konsequenz arbeite. So entwickelte Monika von Boch über zehn Jahre ihre bekannte "Weißblech-Serie", Ingeborg Knigge begann ihre bis heute nicht beendete Serie "Have you done your duty" 1991, indem sie jeden Tag eine Hausarbeit verrichtet und dieses Tun fotografisch dokumentiert.

Die Preisträgerin

Ingeborg Knigge erhält den Monika-von-Boch-Preis für Fotografie (Foto: Pressefoto)

Ingeborg Knigge, geboren 1955 im hessischen Melsungen, hat seit 2005 einen Lehrauftrag für Fotografie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Nach einem Studium der Pädagogik und Kunsterziehung an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt kam sie 1979 zur Fotografie und hat seitdem ihr Schaffen in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Außerdem war sie zwischen 1980 und 2006 auch als freie Bildungsjournalistn in Hamburg, Brüssel und Saarbrücken tätig. 1999 wurde sie in den Saarländischen Künstlerbund aufgenommen, 2010 wurde sie in die Deutsche Gesellschaft für Photographie(DGPh) berufen.

Ausstellung: "Fortgang - Ingeborg Knigge Retrospektiv"

Besucher in der Ausstellung „Fortgang - Ingeborg Knigge Retrospektiv“ (Foto: Martin Breher/SR)

Dauer: 5. Mai bis 4. Juli 2019
Öffnungszeiten:
Do, Fr und So von 14.00 bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

Wo?
Museum Schloss Fellenberg
Torstraße 45, 66663 Merzig
Tel: +49 (0) 68 61 - 80 12 60

Weitere Informationen unter:
www.iknigge.de
www.museum-schloss-fellenberg.de

Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 05.05.2019 auf SR 2 KulturRadio.