"Provenienzforschung ernst nehmen"

"Provenienzforschung ernst nehmen"

Ein Gespräch mit Dr. Meike Hopp, Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, zum Internationalen Tag der Provenienzforschung

Audio: Jochen Erdmenger. Foto: dpa / Henning Kaiser, Pasquale D'Angiolillo   10.04.2019 | 08:15 Uhr

Welchen Weg hat ein Gemälde, ein antikes Buch oder eine Skulptur vom Urheber bis zum Museum eigentlich hinter sich? Wem gehörte das Kunstwerk einst? Wechselte es seine Besitzer legal? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Provenienzforschung, ein Zweig der Kunstgeschichte.

Tag der Provenienzforschung

Um ihre Bedeutung im öffentlichen Bewusstsein zu stärken, wurde der Internationale Tag der Provenienzforschung ins Leben gerufen - u. a. von Dr. Meike Hopp vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. Im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger beklagte Hopp die schwierige Arbeitssituation der Provenienz-Experten in Deutschland - Stichwort befristete Verträge.

Der Blick ins Saarland:

Spurensuche: Provenienzforschung in der Modernen Galerie
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger / Barbara Renno, 10.04.2019, Länge: 02:33 Min.]
Spurensuche: Provenienzforschung in der Modernen Galerie
Vor gut 20 Jahren hat Deutschland die "Washingtoner Erklärung" unterzeichnet - wie 43 andere Staaten auch. Sie alle haben sich verpflichtet, die Herkunft von Kunstwerken, die während der Zeit des Nationalsozialismus beschlagnahmt wurden, zu klären und gerechte Lösungen für ihre rechtmäßigen Besitzer bzw. Erben zu finden. Am 10. April wird in mehr als 70 Museen, Archiven oder Bibliotheken u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Führungen, Präsentationen oder Ausstellungen über den jeweiligen Stand der Untersuchungen informiert. Auch die Moderne Galerie in Saarbrücken betreibt seit 2015 Provenienzforschung, gefördert vom Zentrum für Kulturgutverluste.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 10.04.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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