Wie die Berlinale deutsche Filmfrauen feiert

Wie die Berlinale deutsche Filmfrauen feiert

Audio: Holger Büchner, Moritz Holfelder. Foto: dpa/Brix   14.02.2019 | 06:45 Uhr

Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin stammen 2019 nicht nur sieben von 16 Wettbewerbsfilmen von Frauen - weibliche Filmemacherinnen werden dieses Jahr mit einer eigenen Retrospektive gewürdigt. In der Reihe "Selbstbestimmt. Perspektiven von Filmemacherinnen" werden 26 Spiel- und Dokumentarfilme aus den Jahren 1968 bis 1999 gezeigt - von May Spils 68er-Kultfilm "Zur Sache, Schätzchen" über die "Bleierne Zeit" von Margarethe von Trotta bis zur Doku "Mit Haut und Haar" von Martina Döcker und Crescentia Dünßer aus dem Jahr 1999.


Weitere Informationen zur Berlinale 2019:

Eine Zwischenbilanz der 69. Berlinale
"Der Goldene Bär könnte nach Deutschland gehen"
Zwei Tage vor der Preisgala zählt der Filmexperte Peter Claus zwei überraschend starke deutsche Kandidaten zum Kreis der Favoriten im Rennen um den Goldenen Bären. Insgesamt lasse sich die Berlinale 2019 mit den Worten "Tolle Formen, zu wenig Inhalt" auf den Punkt bringen, so Claus im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner.

"Der Goldene Handschuh" - Regisseur Fatih Akin über seine Verfilmung der Geschichte des Hamburger Serienmörders Fritz Honka
Wenn selbst harte Kiez-Jungs sich mit Grausen abwenden
In den 1970er Jahren gingen im Hamburger Kiez St. Pauli vier tote Frauen auf das Konto des Serienmörders Fritz Honka. Der Schriftsteller Heinz Strunk hat seine Geschichte zum Roman verarbeitet, Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand") legt nun mit dem Film nach: "Der Goldene Handschuh" gehört auf der Berlinale wegen seiner verstörenden Gewaltszenen zu den meist diskutierten Filmen überhaupt. Kino-Experte Alexander Soyez hat an der Pressekonferenz mit Akin teilgenommen.

69. Berlinale
Die Ära Kosslick geht zu Ende
Seit 18 Jahren ist er der wichtigste Mann der Berlinale, ihr Leiter und ihr Gesicht in der Öffentlichkeit. Nun führt Direktor Dieter Kosslick zum letzten Mal durch das Filmfestival. Sein Vertrag läuft in wenigen Tagen aus und eine Doppelspitze übernimmt: Der Italiener Carlo Chatrian wird künstlerischer Leiter und Mariette Rissenbeek Geschäftsführerin. Moritz Holfelder blickt zurück und nach vorne.

Kino
Zwei "Heimat-Filme" auf der Berlinale
Auch die Internationalen Filmfestspiele in Berlin, kurz: Berlinale, kommen 2019 nicht um das Trendthema "Heimat" herum. Für den SR hat sich Moritz Holfelder angeschaut, wie Filmemacher damit umgehen - zum Beispiel in "Midnight Traveller", einem per Handy gedrehten, autobiografischen Fluchtfilm des afghanischen Regisseurs Hassan Fazili, oder in "Heimat ist ein Raum aus Zeit", einer vierstündigen Familien-Doku des Ostberliners Thomas Heise.

Filmfestspiele
Berlinale, die Neunundsechzigste!
Die Bären sind wieder los: 17 Filme konkurrieren in diesem Jahr auf der 69. Berlinale um den "Goldenen Bären". Insgesamt werden 400 Filme gezeigt. Etliche Stars haben sich angekündigt. Bei diesen Filmfestspielen geht auch eine Ära geht zu Ende: Es ist die letzte Berlinale unter der Leutung von Dieter Kosslick.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 14.02.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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