Symposium: "Evolution und Perspektiven des Geschichtenerzählens"

"Wie war das?"

Symposium im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis 2019 zu Perspektiven des Geschichtenerzählens

Martin Breher, Audio: Robert Hecklau / Onlinefassung: Raphael Klein   13.01.2019 | 16:30 Uhr

Weniger TV und Kino, mehr Streaming? Wie entwickelt sich der Konsum von filmischen Inhalten? Solchen Fragen geht ein Symposium im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis 2019 nach. Am 14. und 15. Januar kann man im Pingusson-Bau in Saarbrücken Perspektiven des Geschichtenerzählens in Film, Fernsehen, Comic und Videogames erkunden.

Jugendliche und junge Erwachsene schauen immer weniger Fern, und gehen auch weniger ins Kino als noch vor zehn Jahren. Aber das heißt keinesfalls, dass man sie mit längeren Videos abseits der Sozialen Medien nicht mehr begeistern kann. Die jüngeren nutzen nur verstärkt andere Ausspielwege. Stichwort: Streaming. Anbieter wie Amazon Prime oder Netflix werden immer beliebter. Mit den neuen Technologien ändert sich aber nicht nur der Ausspielweg, sondern auch die Form der Inhalte.

Übernehmen Serien die Rolle des Kinoformats?

Die Frage, die über allem schwebt, wird sein: Wie geht es weiter mit dem Kino, wie werden sich die filmischen Erzählformate in Zukunft erntwickeln?

"Ich muss ins Kino gehen, jede Woche einmal. Und wenn ich das nicht tue, dann geht es mir schlecht.", sagt Sung-hyung Cho, Professorin für Künstlerischen Film an der Hochschule für Bildende Künste Saar. Doch in letzter Zeit habe sie sich im Kino immer öfter gelangweilt und sich die Frage gestellt, ob das Format Kino überhaupt noch zeitgemäß sei und ob andere Formate wie Serien die Erzähform von Kinofilmen nicht längst schon übernommen hätten, so Sung-hyung Cho.

Sie hat deshalb zusammen mit der Universität des Saarlandes, der Saarland Medien GmbH und dem Filmfestival Max Ophüls Preis ein Symposium initiiert, das am 14. und 15. Januar diesen Fragen nachgehen soll: "Evolution und Perspektiven des Geschichtenerzählens" heißt es. Die Erzählform soll an den beiden Tagen im Mittelpunkt der Diskussion stehen, weniger die technischen Aspekte des Filmemachens, sagt Burkhard Detzler. Er ist Professor für Digitale Medien an der HBK.

Die Podiumsgäste

Auf dem Podium sitzen unter anderem die Berliner Autorin Kathrin Röggla, Philipp Leinemann, der Regisseur des diesjährigen Ophüls-Eröffnungsfilms "Das Ende der Wahrheit", die Frankfurter Romanautorin und Filmjournalistin Verene Lueken, der Comic-Autor Felix Görmann oder Stefan Stuckman, der als Autor für "Was guckst du?" oder "Switch reloaded" gearbeitet hat. Und natürlich noch viele mehr. Alle haben eine Gemeinsamkeit, meint Sung-hyung Cho: Sie alle seien Schreibende, die es verstünden, Geschichten zu erzählen.

Veranstaltungstipp

Symposium: "Evolution und Perspektiven des Geschichtenerzählens"

Der Pingusson-Bau in Saarbrücken. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)
Der Pingusson-Bau in Saarbrücken.

Wann?
Montag, 14. Januar, 16.00 bis 18.00 Uhr
Dienstag, 15. Januar, 14.00 bis 18.00 Uhr

Wo?
Pingusson-Bau, Hohenzollernstraße 60, Saarbrücken

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:
www.ffmop.de

Mehr zum Thema

14. bis 20. Januar 2019
Das Filmfestival Max Ophüls Preis 2019
Die 40. Ausgabe des Saarbrücker Filmfestivals Max Ophüls Preis ist beendet. Auch in der Jubiläumsausgabe konkurrierten wieder viele Filme in unterschiedlichen Wettbewerben um die Gunst der Jurys und Zuschauer. Hier gibt es alle Infos zum Festival.


Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 13.01.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen