"Gerade im Saarland gibt es mehr Möglichkeiten"

"Gerade im Saarland gibt es mehr Möglichkeiten"

Ein Gespräch mit der Malerin und Filmemacherin Lydia Kaminski anlässlich der Vergabe eines Förderstipendiums durch die Stadt Saarbrücken

Audio: Jochen Marmit; Fotos: Lisa Betzholz   07.12.2018 | 06:20 Uhr

Die Filmemacherin und Malerin Lydia Kaminski hat eins der wenigen Förderstipendiaten der Landeshauptstadt Saarbrücken erhalten. Am Abend stellt sie im Kino Achteinhalb einige ihrer Filmarbeiten vor. Bereits vor zwei Tagen hat sich SR-Moderator Jochen Marmit mit ihr über die Situation einer Künstlerin in einer kleinen Großstadt unterhalten.

Die bildende Künstlerin und Filmemacherin Lydia Kaminski hat am 5. Dezember zusammen mit ihrem Partner Philipp Neumann und neben dem Komponisten Jakob Raab am 5. Dezember eins der raren Förderstipendien der Landeshauptstadt Saarbrücken erhalten.

"Saarbrücken ist nicht Berlin"

Lydia Kaminski (Foto: SR/Lisa Betzholz)
Lydia Kaminski


Die gebürtige Merzigerin sieht nach Stationen in Schweden, den Niederlanden und Österreich durchaus Vorteile darin, in einer 180.000-Einwohner-Stadt wie Saarbrücken leben und arbeiten zu können - und nicht in einer der ganz großen Kulturmetropolen wie etwa Berlin oder Wien: Das Saarland sei "noch offen", biete mehr Möglichkeiten und "noch viel zu tun", sagte sie im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit. Zudem schätze sie die besondere Herzlichkeit der Menschen. "Jeder kennt jeden - das braucht andere Formate als in Berlin".

"Ein bisschen Berlin sein"

Trotzdem habe sie festgestellt, dass Berlin selbstverständlich der große kulturelle Gradmesser zumindest für Deutschland sei: "Ich glaube, jede Stadt will so ein bisschen Berlin sein", sagte Kaminski. Das sei speziell für die junge "Szene" der Fall, die sich mit elektronischer Musik beschäftige.

Zurzeit arbeitet Lydia Kaminski an einem Dokumentarfilm über den Sender Europe 1 in Berus.


Der SR 2-VeranstaltungsTipp

Freitag, 7. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Kino Achteinhalb, Saarbrücken

Filmwerkstatt im Gespräch:
Lydia Kaminski und Philipp Neumann

Gezeigt werden folgende Arbeiten:

So Far
Animationsfilm, 2015, R: Lydia Kaminski, 13:45 Min.

Metamorphose
Stopmotion-Film, 2016, R: Lydia Kaminski und Philipp Neumann, 10:29 Min.

Römerkastell - Saarbrücken ist nicht Berlin
Dokumentation, 2017, R: Lydia Kaminski, ca. 77 Min.

Kuckuck
Videoinstallation mit motorisch schwenkbaren Monitoren, 2018, R: Philipp Neumann, 8 Min im Loop.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 05.12.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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