Grünes Licht für "Leuchtturmprojekt" in Überherrn

Sender Felsberg soll Kultur- und Wirtschaftszentrum werden

Die Entscheidung des Gemeinderats Überherrn ist gefallen

Audio: Patrick Wiermer, Foto: Benjamin Morris   30.11.2018 | 06:45 Uhr

Der Gemeinderat von Überherrn hat entschieden, die denkmalgeschützte Sendehalle von Europe 1/Felsberg zu einem Kultur- und Wirtschaftszentrum umzuwandeln. Ausschlaggebend war eine Machbarkeitsstudie von Lars Scharnholz, dem Chef des Instituts für Neue Industriekultur (IHIK).

Der Gemeinderat von Überherrn hat am Abend des 29. November einstimmig einer Entwicklung der Sendehalle 1 des Senders Felsberg zu einem großregionalen Kultur- und Wirtschaftszentrum zugestimmt.

Wirtschaft, Tourismus, Kultur

Hell, licht und leicht: der Sender Berus-Felsberg (Foto: Wolfgang Birkenbach)
Hell, licht und leicht: der Sender Berus-Felsberg (Foto: Wolfgang Birkenbach)

Am Abend wurde dazu eine Machbarkeitsstudie aus der Feder von Lars Scharnholz, dem Chef des Instituts für Neue Industriekultur (IHIK) vorgestellt. Die Studie schlägt vor, in der denkmalgeschützten Sendehalle von "Europe 1" unter anderem junge Unternehmen aus der Großregion anzusiedeln. Der Ort soll aber auch touristisch und weiter für Veranstaltungen genutzt werden können.

Video [aktueller bericht, 30.11.2018, Länge: 1:51 Min.]
Neues Konzept für die ehemalige Sendehalle von Europe 1

Nächster Schritt: Nutzungskonzept

Im nächsten Schritt will die Gemeinde in Abstimmung mit den Ministerien und der Staatskanzlei aus der Vielzahl der Vorschläge ein konkretes Nutzungskonzept erarbeitet werden, um entsprechende Fördermittel zu beantragen. In einer ersten, groben Schätzung geht die Studie von rund 6,5 Millionen Euro Baukosten aus. 

Die Gemeinde hatte das Baudenkmal aus den 1950er Jahren vor zwei Jahren gekauft.


Mehr zum Thema:

Die Machbarkeitsstudie für "Europe 1"
Audio [SR 2, Kai Schmieding / Patrick Wiermer, 30.11.2018, Länge: 03:44 Min.]
Die Machbarkeitsstudie für "Europe 1"
Der Sendekomplex Felsberg, ein wichtiges Baudenkmal aus den 1950er Jahren, erinnert in seiner Ästhetik an große Nachkriegsarchitektur wie die Sydney Opera oder die Gebäude eines Le Corbusier. Eine Machbarkeitsstudie des Instituts für Neue Industriekultur (IHIK) hat festgestellt, dass der Glas- und Betonpalast noch eine große Zukunft vor sich haben könnte - wenn man daraus ein großregionales Kultur- und Wirtschaftszentrum macht.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 30.11.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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