"Die Spionin, die aus Friesland kam"

"Die Spionin, die aus Friesland kam"

Die niederländische Kulturhauptstadt Leeuwarden und das (geheime) Leben der Margaretha Geertruida Zelle alias Mata Hari

Barbara Renno / Onlinefassung: Raphael Klein   26.08.2018 | 16:45 Uhr

Leeuwarden bildet das Zentrum der niederländischen Provinz Friesland und ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt. Sie erinnert an ihre wohl berühmt-berüchtigste Tochter der Stadt: an Mata Hari. SR 2-Kulturredakteurin Barbara Renno hat sich in Leeuwarden auf die Spuren der Doppelspionin begeben und bei ihrem Rundgang mit Gästeführerin Charlotte Kraft so einiges erfahren.

Geboren wurde Mata Hari 1876 als Margaretha Geertruida Zelle in Leeuwarden und sie wurde im Oktober 1917 als Doppelspionin hingerichtet. Weit über 200 Bücher sind über sie veröffentlicht worden, in Kino- und Fernsehfilmen haben Regisseure ihr Leben nachempfunden, unter anderem die große Schauspielerin Greta Garbo hat sie verkörpert und ihr Name steht für die verruchte Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das ganze Jahr über werden in der Europäischen Kulturhauptstadt Leeuwarden Rundgänge auf den Spuren der Mata Hari angeboten.

Leeuwarden: Kulturhauptstadt 2018

Europäische Kulturhauptstadt 2018: Leeuwarden
Audio [SR 2, Ludger Kazmierczak, 20.12.2017, Länge: 03:10 Min.]
Europäische Kulturhauptstadt 2018: Leeuwarden

Leeuwarden, die niederländische Stadt mit dem schiefen Kirchturm, dem Hostel im Knast und der Prostituierten als Stadt-Ikone, wird die zweite Kulturhauptstadt Eurpas 2018. Die Hauptstadt der holländischen Provinz Friesland lockt mit malerischen Grachten, gemütlichen kleinen Gassen und schönen Giebelhäuschen. Das seltsame Kauderwelsch, das die Friesen sprechen - das "Frisk" - ist übrigens kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache. Rund 100.000 Einwohner leben zurzeit in Leeuwarden.

Weitere Informationen unter
www.friesland.nl/de/kulturhauptstad-2018

Ein Thema der Sendung "Canapé" vom 26.08.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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