Die Scheinheiligen - Macht, Privilegien und Ungleichheit in der katholischen Kirche

Die Scheinheiligen

Macht, Privilegien und Ungleichheit in der katholischen Kirche

Gaby Mayr   19.11.2022 | 09:39 Uhr

Sexualisierte Gewalt und Massenaustritte veranlassen Würdenträger der katholischen Kirche in Deutschland zu immer neuen Bekundungen von Scham und Reformwillen. Tatsächlich aber hält man an alten Verhaltensweisen fest - festigt Macht und Privilegien.

Der katholische Cheflobbyist in Berlin spricht von Todsünde, wenn Frauen ihre Schwangerschaft abbrechen, und erhält für sein politisches Anliegen überraschende Unterstützung.

In einem oberbayerischen Dorf spielen ein Orden und ein katholisches Sozialunternehmen im Duett auf der Klaviatur von Macht und Privilegien, und kaum jemand weiß etwas davon.

Und die katholische Kirche betreibt weiterhin Kitas und Schulen, größtenteils finanziert aus öffentlichen Mitteln, obwohl fraglich ist, dass es mit dem Grundgesetz vereinbar ist, wenn sie nur Männer zu Priestern weiht. Erstmals wird der Vorrang des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts, mit dem dies gerechtfertigt wird, in Frage gestellt.

Das Foto ganz oben zeigt Bischöfe beim Gebet (Bildquelle: picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)

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