Der Pfarrer Bernd Mönkebüscher (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Thissen)

Was hat eine Woche #outinchurch gebracht?

Ein Gespräch mit Bernd Mönkebüscher, Pfarrer aus Hamm, über die Initiative #OutInChurch - Für eine Kirche ohne Angst

Holger Büchner. Onlinefassung: Rick Reitler   31.01.2022 | 07:45 Uhr

Vor rund einer Woche ging der Hashtag #OutInChurch durch die Presse: 125 queere Beschäftigte der katholischen Kirche hatten damit u. a. für ein zeitgemäßes Arbeitsrecht protestiert. Was hat's gebracht? Ein Interview mit Pfarrer Bernd Mönkebüscher, einem der Initiatoren.

In der katholischen Kirche kann es einen immer noch den Job kosten, wenn man sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter zum Beispiel als schwul oder lesbisch outet. Gegen diese Praxis haben vor einer Woche 125 queere Beschäftigte protestiert - u. a. in der Doku "Wie Gott uns schuf" im Ersten.

"Für eine Kirche ohne Angst"

Im Interview: Bernd Mönkebüscher
Audio [SR 2, Holger Büchner, 31.01.2022, Länge: 05:29 Min.]
Im Interview: Bernd Mönkebüscher

Die Kampagne dazu firmiert unter dem Hashtag #OutInChurch - "Für eine Kirche ohne Angst".

Einer der Initiatoren ist der Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm, der die Sexualmoral und das "rein binäre Menschenbild" der katholischen Kirche als längst überholt betrachtet - schon, weil deren Spitzenvertreter traditionell "Sex über Liebe" stellten und die Interessen queerer Menschen nicht genügend ernst nähmen, so Mönkebüscher im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 31.01.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt den katholischen Pfarrer Bernd Mönkebüscher (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Thissen).

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