Altar der jüdischen Gemeinde (Foto: SR Fernsehen)

Das war das Jubiläumsjahr der jüdischen Gemeinde Saar

Ein Rückblick von Patrick Wiermer

Onlinefassung: Rick Reitler   27.12.2021 | 07:00 Uhr

Das Jahr 2021 bedeutete ein dreifaches Jubiläum für die jüdische Gemeinde im Saarland. Sie feierte 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, 700 Jahre davon mindestens an der Saar, außerdem wurde vor 70 Jahren die neue Synagoge in Saarbrücken eröffnet.

Die Gemeinde blickt mit Optimisus nach vorne – auch wenn die Herausforderungen nicht weniger werden. SR-Reporter Patrick Wiermer blickt zurück.


Ein Rückblick auf das Jubiläumsjahr der jüdischen Gemeinde Saar
Audio [SR 2, Patrick Wiermer, 27.12.2021, Länge: 04:35 Min.]
Ein Rückblick auf das Jubiläumsjahr der jüdischen Gemeinde Saar


Hintergrund

2021 wurde bundesweit die Geschichte des jüdischen Lebens in Deutschland gefeiert. Das Jubiläum geht auf die erste urkundlich gesicherte Erwähnung zurück: Demnach hatte der römische Kaiser Konstantin im Jahr 321 nach Christus ein Edikt erlassen, auf dessen Grundlage Juden in den Kölner Stadtrat berufen werden durften. Das Jubiläumsjahr war am 21. Februar mit einem Festakt in der Kölner Synagoge unter Mitwirkung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet worden.


Mehr zum Thema im Archiv:

Im Interview: Prof. Dr. Roland Rixecker
"Auf das Leben!"
Am saarländischen Landtag wurde am 10. Dezember eine Flagge zum Zeichen gegen Antisemitismus gehisst. SR-Moderatorin Katrin Aue hat mit Prof. Roland Rixecker, dem Beauftragten für jüdisches Leben im Saarland, über die Vielfalt jüdischen Lebens, seine Erinnerungen an das Festjahr 2021 und über Berührungsängste gesprochen.

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
So bunt ist jüdisches Leben im Saarland
Es war ein ganz besonderes Jahr für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und besonders im Saarland. Denn für die war es gleich in mehrfacher Hinsicht ein Jubiläumsjahr. Doch wie sieht jüdisches Leben aus, und wie selbstverständlich ist es im Saarland eigentlich?

FeatureZeit: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Eine Spurensuche in der Großregion
Die Gräuel-Taten des Nationalsozialismus, die fast ein ganzes Volk vernichtet haben, überdecken die Geschichte der Juden in Deutschland. Dabei ist ihre Geschichte 1700 Jahr alt: Der römische Kaiser Konstantin ermöglichte es Juden, in die Stadträte einzuziehen. Barbara Grech hat sich auf Spurensuche in der Großregion begeben.

Zur Eröffnung des Festjahrs
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Kaiser Konstantin hat im Jahr 321 n. Chr. darüber verfügt, dass Juden Mitglieder des Kölner Stadtrates werden dürfen. Das Edikt gilt offiziell als erste Zeugnis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Bundesweit wird dieses Jubiläum für ein Jahr lang mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

Diskurs
Im Saarbrücker Gespräch: Mirna Funk
Mirna Funk ist eine von drei Journalist*innen, die einen wöchentlichen Podcast zum Themenjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" produzieren. Außerdem erscheint in diesen Tagen ihr zweiter Roman. Mehr über die Schriftstellerin, Journalistin und Podcasterin Mirna Funk erfahren Sie im "Saarbrücker Gespräch" vom 19. Februar.

HörStoff
Beter und Kämpfer - Der Rabbiner Schlomo Rülf
Als die jüdische Gemeinde in Saarbrücken 1929 einen neuen Rabbiner sucht, fällt die Wahl auf den Theologen, Philosophen und Pädagogen Dr. Schlomo Rülf. Damit können er und seine Familie Deutschland verlassen. 1935 aber stimmen die Saarländerinnen und Saarländer für die Parole "Heim ins Reich"...


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 27.12.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbild ganz oben zeigt den Altar der jüdischen Gemeinde Saar in der neuen Saarbrücker Synagoge (Foto: SR Fernsehen).

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja