1700 Jahre Sonntagsruhe - aber nicht für jeden

1700 Jahre Sonntagsruhe - aber nicht für jeden

Ein Beitrag von SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer über den Sonntag als Ruhetag

Onlinefassung: Rick Reitler   03.03.2021 | 06:50 Uhr

Vor genau 1700 Jahren erklärte der römische Kaiser Konstantin den Sonntag zum Ruhetag. Doch damals wie heute kann nicht jeder am siebten Tage innehalten. Ein Grund für die Gewerkschaft ver.di, an den Internationalen Tag des freien Sonntags zu erinnern.

Am 3. März 321 unserer Zeitrechnung erklärte der römische Kaiser Konstantin den Sonntag zum Ruhetag. Genau 1700 Jahre ist das nun her.

Millionenfache Sonntagsarbeit

Der Sonntagsschutz galt von Beginn an allerdings nicht für alle: Nur Richter, Stadtbewohner und Gewerbetreibende sollten innehalten. Und bis heute kann nicht jeder den "Tag des Herrn" allein mit Gottesdienst oder Freizeitaktivitäten verbringen, denn allein in Deutschland müssen rund sieben Millionen Menschen jeden Sonntag arbeiten. Ein Grund für die Gewerkschaft ver.di, an den Internationalen Tag des freien Sonntags zu erinnern - und sich für den Erhalt des freien siebten Wochentages stark zu machen.

Selbst Napoléon scheiterte

Dem französischen Kaiser und Feldherrn Napoléon Bonaparte war die Ruhephase für seine Untertanen übrigens ein Dorn im Auge - er versuchte, eine Zehn-Tage-Woche einzuführen. Doch das scheiterte am Widerstand der Bevölkerung, die auf ihren freien Sonntag alle sieben Tage bestand.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 03.03.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt Gläubige während eines sonntäglichen Gottesdienstes (Archivfoto: SR Fernsehen).

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