Sternsinger: Mit Aufklebern durch die Corona-Krise

Mit Aufklebern durch die Corona-Krise

Ein Beitrag zum Dreikönigstag 2021

Oliver Buchholz / Onlinefassung: Sandra Schick, Rick Reitler   06.01.2021 | 11:00 Uhr

Am 6. Januar feiert die katholische Kirche die Heiligen Drei Könige. Traditionellerweise ziehen dann Kinder verkleidet von Haus zu Haus, schreiben den Segen für das neue Jahr an die Haustüren und sammeln Spenden. Coronabedingt spielen dieses Jahr Aufkleber eine große Rolle.

In den meisten Gemeinden werden Segensaufkleber mit der Aufschrift C+M+B - dem lateinischen Kürzel für "Christus segne dieses Haus" - in Kirchen, Bäckereien, Apotheken und anderen Geschäften ausgelegt. Einige Pfarreien legen die Aufkleber auch dem Pfarrbrief bei. Mancherorts werden sie - meist auf Bestellung - in die Briefkästen geworfen.

Nur wenige Kinder unterwegs

Nur in wenigen Orten sind in diesem Jahr tatsächlich Kinder unterwegs. Bei der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder sollen die Spenden in diesem Jahr auf anderem Wege geleistet werden: Sie können entweder bei den Pfarrbüros eingeworfen oder gleich ans Kindermissionswerk überwiesen werden.

Geld für Kinder in der Ukraine

Das Geld ist in diesem Jahr besonders für Kinder in der Ukraine bestimmt, deren Eltern im Ausland arbeiten müssen. In den vergangenen Jahren waren rund 1000 saarländische Kinder bei der Sternsinger-Aktion engagiert, sie haben rund 900.000 Euro gesammelt.


Brauchtumsforschung
Der Dreikönigstag - das Ende der Tage "zwischen den Jahren"
Der Legende nach sind die Heiligen Drei Könige vor gut 2000 Jahren einem Stern gefolgt, um dem neugeborenen Christus die Ehre zu erweisen. Der Dreikönigstag am 6. Januar markiert zugleich das Ende jener Tage "zwischen den Jahren". Doch was bedeutet das eigentlich? Michael Hollenbach hat bei Brauchtumsforschern nachgefragt.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Nachmittag" und in den SR-Hörfunknachrichten vom 06.01.2021.

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