"Es geht dem Papst um eine neue Gesellschaftsordnung"

"Es geht dem Papst um eine neue Gesellschaftsordnung"

Ein Gespräch mit Rom-Korrespondentin Elisabeth Pongratz über die neue Enzyklika von Papst Franziskus

Kai Schmieding. Onlinefassung: Rick Reitler   05.10.2020 | 07:45 Uhr

Die neue Enzyklika von Papst Franziskus, "Fratelli tutti", behandelt vor allem Themen wie Corona, Migrationspolitik und Solidarität. "Letztendlich geht's dem Papst vor allem um eine neue Gesellschaftsordnung", sagte Rom-Korrespondentin Elisabeth Pongratz im SR-Interview.

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es sie, die von den Päpsten verfassten Lehrschreiben. Mit diesen sogenannten "Enzykliken" legen die Kirchenoberhäupter verbindliche Leitlinien für ihre Kirche fest. Deshalb gelten sie als wichtige Dokumente, die sich um grundlegende theologische und gesellschaftliche Fragen drehen.

Über den Umgang mit Migranten

Die neue Enzyklika von Papst Franziskus, "Fratelli tutti" (deutsch: "Alle Brüder" bzw. "Alle Geschwister"), behandelt auf 155 Seiten vor allem Themen wie Corona, Migrationspolitik und Solidarität. "Letztendlich geht's dem Papst vor allem um eine neue Gesellschaftsordnung", sagte Rom-Korrespondentin Elisabeth Pongratz im Interview mit SR-Moderator Kai Schmieding. Besonders in punkto Migration habe sich der Papst für die Hilfsbedürftigen und Verfolgten stark gemacht: "Nicht als Minderheiten sollten sie angesehen werden, sondern als eben vollwertige Menschen, wie alle anderen auch", so Pongartz. Der Papst habe gemahnt, Migranten aufzunehmen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren.

Weitere Informationen:

tagesschau.de: Neue Sozial-Enzyklika
Papst fordert Politik zu Solidarität auf
In einer neuen Enzyklika zeichnet Papst Franziskus seine Vision von einer besseren Politik und mehr Solidarität. Er kritisiert das Wirtschaftssystem und sagt, dass der Markt die wahren Probleme der Welt nicht lösen könne.



Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 05.10.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Foto ganz oben zeigt Papst Franziskus, der während des Angelus-Mittagsgebets am 4. Oktober 2020 in die Menge auf dem Petersplatz winkt (Foto: dpa / Gregorio Borgia).

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