Matthias Katsch: "Damit es aufhört"

Matthias Katsch: "Damit es aufhört"

Ein Gespräch mit dem Autor Matthias Katsch über seinen Kampf gegen den sexuellen Missbrauch in der Kirche

Carmen Gräf. Onlinefassung: Rick Reitler   28.01.2020 | 07:00 Uhr

Seitdem es dem ehemaligen Berliner Gymnasiasten Matthias Katsch gelungen ist, das Thema sexueller Missrauch in der Kirche öffentlich zu machen, ist er zum bundesweiten Opfer-Vertreter geworden. Nun hat er ein Buch geschrieben: "Damit es aufhört." Carmen Gräf hat mit dem Autor darüber gesprochen.

Matthias Katsch war in den 1970er Jahren Schüler des Canisius-Kollegs, einem von Jesuiten geleiteten Gymnasium in Berlin. Immer wieder waren er und einige seiner Mitschüler sexuell missbraucht worden - und zwar von den von Patres der Schule. Als der Rektor Klaus Mertes Anfang 2010 auf Initiative von Katsch von den Vorfällen erfuhr, machte er den Skandal öffentlich. Seitdem schaffen es immer mehr Opfer von Kirchengewalt, ihr Schweigen zu brechen und sich zu vernetzen. Längst ist Matthias Katsch zu ihrem bundesweiten Vertreter geworden. Nun hat er ein Buch geschrieben: "Damit es aufhört." Carmen Gräf hat mit dem Autor darüber gesprochen.

Matthias Katsch
Damit es aufhört.
Vom befreienden Kampf der Opfer sexueller Gewalt in der Kirche

Nicolai Verlag 2020, 168 Seiten. 18,00 Euro
ISBN 978-3-96476-030-2


Matthias Katsch im Archiv:

Ein Interview mit Matthias Katsch
"Die Kirche kann sich nicht selber aufarbeiten" (16. März 2019)
Matthias Katsch, einer der Mitbegründer des "Eckigen Tischs" zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche, hat nach der Bischofskonferenz gefordert, dass unabhängige Ermittler mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs betraut werden. Im Gespräch mit SR-Moderatorin Tanja Filipp-Mura sagte Katsch, die Aufarbeitung helfe nicht nur den Betroffenen sondern sei auch für die Institution selbst und für die Gesellschaft wichtig.

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 23.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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