Erzbischof Schick: Religionsfreiheit als Menschenrecht garantieren

Religionsfreiheit als Menschenrecht garantieren

Ein Gespräch mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz

Audio: Tanja Filipp-Mura, Pressefoto: Deutsche Bischofskonferenz   03.01.2020 | 12:26 Uhr

Erzbischof Ludwig Schick, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, hat im Juni 2019 den Tschad und die Sahelzone besucht. Angesichts der Lage der Christen vor Ort betonte er im SR-Interview, dass die Religionsfreiheit auch in Afrika als Menschenrecht gewährleistet sein müsse.

Der bitter arme Tschad und die Sahelzone sind 2020 Schwerpunktregion der Deutschen Bischofskonferenz. Für Christinnen und Christen vor Ort ist das Leben nicht einfach, wie Erzbischof Ludwig Schick, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, selbst bei einem Aufenthalt im Tschad festgestellt hat. Im Gespräch mit SR-Moderatorin Tanja Filipp-Mura betont er, für wie wichtig er Religionsfreiheit für eine Gesellschaft hält.

Christen "in großer Bedrängnis"

"Die Christen sind schon in großer Bedrängnis", räumte Schick angesichts der Bedrohungslage vor Ort ein. Boko Haram und andere radikale muslimische Verbände oder Gruppen, die meist "von außen" kämen, "bedrängten" die Nicht-Muslime. "Die versuchen halt dort, die Herrschaft zu übernehmen", sagte Schick.

Die Christen im Tschad aber hielten "tapfer und widerständig dagegen" und brächten sich nach wie vor in die Gesellschaft ein - "vor allen Dingen auch mit Schulen und Gesundheitswesen".

Probleme vor Ort zu lösen

Auch wenn es finanzielle Unterstützung beispielsweise aus Deutschland gebe, müssten die Probleme der Christinnen und Christen "letztlich vor Ort" gelöst werden. Dabei gelte es auch, den friedlichen Muslimen zu helfen, sich nicht "radikalisieren" zu lassen.

Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 04.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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