Pater Michael Heinz über die Amazonas-Synode

"Wir müssen ein Opfer bringen für die ganze Welt"

Ein Interview mit Pater Michael Heinz, Hauptgeschäftsführer der katholischen Lateinamerika-Hilfsorganisation Adveniat

Oliver Buchholz. Onlinefassung: Rick Reitler   31.10.2019 | 14:40 Uhr

Mehr Klimaschutz, Priestertum für verheiratete Männer und mehr Schutz für indigene Völker am Amazonas - das waren einige der Themen, die bei der Amazonas-Synode in Rom zur Sprache kamen. Im SR-Interview forderte Synoden-Teilnehmer Pater Michael Heinz (Adveniat) insbesondere die Deutschen auf, "ein Opfer für die ganze Welt" zu bringen.

Die Amazonas-Synode in Rom hat ein Dokument zur Zukunft der katholischen Kirche verabschiedet, in der u. a. mehr Engagement für Umweltschutz, Klimaschutz und das Wohl der indigenen Völker im Amazonas-Gebiet angemahnt wurde. Außerdem ging es um Naturmedizin, Menschenrechte und um das Priestertum von verheirateten Männern.

Jetzt seien die Bischöfe und der Papst am Zug, wie Pater Michael Heinz, der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat und Synoden-Teilnehmer, im Gespräch mit SR-Moderator Oliver Buchholz erklärte.

Deutscher Lebensstil soll sich ändern

Ungeachtet der Reaktion des Pontifex maximus ist Heinz davon überzeugt, dass insbesondere die Deutschen aus Naturschutzgründen ihren Lebensstil ändern müssten: "Das ist unbequem, und ich denke aber auch, das ist wichtig, dass wir uns hinterfragen lassen und auch ein Opfer bringen für die ganze Welt", sagte Heinz.

Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 02.11.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja