Ein Plädoyer für einen anderen Konsumstil

Ein Plädoyer für einen anderen Konsumstil

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Strasdas, Zentrum für Nachhaltigen Tourismus (ZENAT), Eberswalde

Tanja Filipp-Mura   03.08.2019 | 14:35 Uhr

Kurz mal weg in den Urlaub – das scheint auch in Zeiten von Klimawandel und "Flugscham" für die meisten noch immer die Devise – "Fridays for Future" zum Trotz.

Doch was des einen Lust, ist des andern Last. Wie könnte ein umweltschonender Tourismus aussehen? In "Religion und Welt" spricht Tanja Filipp-Mura darüber mit Prof. Wolfgang Strasdas, Studiengangs- und Forschungsleiter an der Hochschule Eberswalde für Nachhaltigen Tourismus (ZENAT) an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung.

Global immer mehr Reisefans

Nach Auskunft von Strasdas wächst der internationale Tourismus seit Jahrzehnten im Schnitt um vier Prozent. Dies folge daraus, dass nunmehr nicht nur Europäer und Amerikaner reisten, sondern auch die wachsende Mittelschicht der Schwellenländer wie Südkorea oder Brasilien, gab der Tourismus-Experte zu bedenken. Insgesamt führe dies zu einer höheren Umweltbelastung.

Rahmenbedingungen ändern!

Strasdas ist überzeugt davon, dass man die Rahmenbedingungen des Reisens ändern müsse: Fern- und Flugreisen sollten seiner Ansicht nach teurer werden, der "Konsumstil" müsste "ein Stück weit eingeschränkt" werden. Allerdings gebe es Länder, die aus wirtschaftlichen Gründen auf den Tourismus angewiesen seien, räumte Strasdas ein.

Dieses Interview wird in der Sendung "Religion und Welt" vom 03.08.2019 auf SR2 KulturRadio gesendet.

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