Katholische Frauengemeinschaft fordert Kirchenreform

Katholische Frauengemeinschaft fordert Kirchenreform

Ein Gespräch mit Mechthild Heil, Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Audio: Ursula Thilmany-Johannsen. Foto: kfd/Kay Herschelmann   08.03.2019 | 13:00 Uhr

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) will unter dem Motto "MachtLichtAn" knapp 30.000 Unterschriften für die Erneuerung der Kirche an die deutsche Bischofskonferenz übergeben.

Für die Christdemokratin und kfd-Vorsitzende Mechthild Heil geht es vor allem darum, "die letzten Winkel der Kirche" kritisch "auszuleuchten" - beispielsweise die vielen Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern, die Maschtstrukturen innerhalb des Klerus oder auch die Rolle der Frau.

Die Männer sind am Zug

Danach liege es in der Verantwortung der Bischöfe, entsprechende Zukunftskonzepte als Diskussionsgrundlage auszuarbeiten, sagte Heil im Interview mit SR-Redakteurin Ursula Thilmany-Johannsen.

Hintergrund

Am Montag, 11. März, beginnt in Lingen die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischofskonferenz. Nach dem Eröffnungsgottesdienst wollen Vertreterinnen der kfd ihre Unterschriftensammlung zur Reform der kirchlichen Strukturen abgeben.


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Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 09.03.2019 auf SR 2 KulturRadio.