Im Kampf für mehr Bildungsgerechtigkeit

Im Kampf für mehr Bildungsgerechtigkeit

Ninja Charbonneau, Sprecherin von UNICEF Deutschland, zum Thema Bildungsgerechtigkeit für Jugendliche

Ursula Thilmany-Johannsen im Gespräch mit Ninja Charbonneau (UNICEF Deutschland)   02.02.2019 | 14:30 Uhr

Nach Auffassung von Ninja Charbonneau (UNICEF Deutschland) müssen sämtliche Anstrengungen für mehr Bildungsgerechtigkeit auf dem Globus "noch einmal deutlich vergrößert" werden. Immerhin gehe es darum, das "riesige Potenzial" für die betroffenen Länder nicht brach liegen zu lassen.

Weltweit haben 200 Millionen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren keine Gelegenheit, eine Schule zu besuchen. Das Kinderhilfswerk UNICEF will das mit einer Kampagne ändern. Für Ninja Charbonneau, die Sprecherin von UNICEF Deutschland, geht es vor allem darum, mithilfe von Partnern die bereits vorhandenen Ansätze "in die Breite zu tragen".

Potenzial nutzen

"Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann werden wir eine große Jugendgeneration haben, die weder Ausbildung hat, die nicht richtig lesen und schreiben kann, die kaum Perspektiven hat", warnte Charbonneau. Sämtliche Anstrengungen müssten ihrer Meinung nach "noch einmal deutlich vergrößert" werden, sagte sie im Gespräch mit SR-Redakteurin Ursula Thilmany-Johannsen. Immerhin gehe es darum, das "riesige Potenzial" für die betroffenen Länder sinnvoll zu nutzen.

Auch in Deutschland gebe es Nachholbedarf, hauptsächlich in ärmeren Familien. "Diese Kluft gilt es zu schließen", so Charbonneau.

Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 02.02.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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