Generalvikar kritisiert "Scharfmacher" unter Reformgegnern

Generalvikar kritisiert "Scharfmacher" und "Ungeist"

Ein Interview mit Ulrich von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier

Audio: Oliver Buchholz / Onlinefassung: Rick Reitler   13.10.2018 | 14:20 Uhr
Archivfoto: Generalvikar Ulrich von Plettenberg (Foto: SR)
Generalvikar Ulrich von Plettenberg (Archivfoto: SR Fernsehen)


Das Bistum Trier will sich selbst umstrukturieren - gegen den Widerstand der Initiative "Breit gestreut", die bereits für den 20. Oktober zu einer Demonstration aufgerufen hat.

Die reformkritische Gruppe aber soll Halb- und Unwahrheiten über die Umstrukturierungspläne des Bistums verbreitet haben, meint Generalvikar Ulrich von Plettenberg - und hat einen entsprechenden Brief an die Initiative geschrieben.

Bistum für Dezentralität

Im Gespräch mit SR 2-Redakteur Oliver Buchholz betonte von Plettenberg seinen Standpunkt, das Bistum strebe genau das Gegenteil der Befürchtungen der Reformgegner an - nämlich Dezentralität anstatt Zentralität. Er sprach von "einigen Scharfmachern" unter den Mitgliedern der Initiative. Diese wenigen Leute wollten "bewusst polarisieren und die Stimmung aufheizen", sagte von Plettenberg. "Da herrscht für mich auch ein bisschen Ungeist".


Die Meinung

Der Kommentar: "Das Bistum schreibt viel und die Betroffenen interpretieren viel"
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 11.10.2018, Länge: 02:30 Min.]
Der Kommentar: "Das Bistum schreibt viel und die Betroffenen interpretieren viel"
Die Meinung zum Streit um die Bistumsreform von SR-Reporter Oliver Buchholz.


Hintergrund:

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Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 13.10.2018 auf SR 2 KulturRadio.

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