Über kirchliche Macht, Homosexualität und Tabus

Über kirchliche Macht, Homosexualität und Tabus

Ein Interview mit Prof. Dr. Harald Dreßing, Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

Tanja Filipp-Mura   28.09.2018 | 13:20 Uhr

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland. Dass es ihn gab, ließ sich spätestens seit 2010, als die Missbrauchsdebatte in Gang gekommen war, nicht mehr leugnen. Dass aber das Ausmaß so verheerend sein würde, wurde erst so richtig deutlich, als die Deutsche Bischofskonferenz in dieser Woche ihre großangelegte Studie zum Thema in Fulda vorstellte.

In unserer Sendung "Religion und Welt" spricht Tanja Filipp-Mura mit dem Leiter der Studie, dem forensischen Psychiater, Prof. Dr. Harald Dreßing darüber, was den jahrzehntelangen Missbrauch begünstigt hat und was mit Blick auf die Aufarbeitung jetzt notwendig ist.

Ein Thema in der Sendung "Religion und Welt" vom 29.09.2018 auf SR 2 KulturRadio.


Hintergrund:

Missbrauchsstudie
"Das Risiko besteht fort"
Mehr als 3600 Minderjährige sind in den vergangenen Jahrzehnten von katholischen Geistlichen missbraucht worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Und die Studienmacher sind sicher: Das Missbrauchsrisiko besteht weiterhin.


Die Meinung:

Kommentar zur Missbrauchsstudie
"Bekennen, bereuen, umkehren!"
Laut einer Studie haben katholische Geistliche in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 3600 Minderjährige missbraucht. "Bekennen, bereuen, umkehren, das ist der Weg", meint SR 2-Kirchenredakteurin Barbara Lessel-Waschbüsch. In ihrem Kommentar fordert sie u. a. mehr Transparenz, eine Öffnung der Archive und die strikte Befolgung der Verhaltensrichtlinien.

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