Prof. Udo Lehmann über 50 Jahre "Humanae Vitae"

50 Jahre "Humanae Vitae"

Prof. Udo Lehmann, Professor für Sozialethik und Moraltheologie an der Universität des Saarlandes

Audio & Foto: Oliver Buchholz   20.07.2018 | 12:00 Uhr

Am 25. Juli 1968 veröffentlichte Papst Paul VI. die "Enzyklika Humanae Vitae" über die Weitergabe des menschlichen Lebens. Darin lehnt der Pontifex Maximus künstliche Empfängnisverhütung ab. Heute aber habe diese Entscheidung längst nicht mehr die Brisanz wie in jenen bewegten Tagen, erläuterte der Saarbrücker Theologe Prof. Udo Lehmann im SR 2-Interview.

"Eine bewegte Zeit"

Der katholische Theologe Dr. Udo Lehmann, Professor für Sozialethik und Moraltheologie an der Universität des Saarlandes, versteht den Text heute aus einer historischen Perspektive: '68 sei vor dem Hintergrund der Pille, der sexuellen Revolution und gesellschaftlichen Umbrüchen aller Art eine besonders bewegte Zeit gewesen. Trotz anderslautender Empfehlungen einer eigens bestellten Expertenkommission habe sich der Papst seinerzeit eben "für die Kontinuität der Lehre" - und gegen künstliche Empfängnisverhütung entschieden. Heute aber habe die "Enzyklika Humanae Vitae" längst nicht mehr die Brisanz wie vor 50 Jahren.

Über dieses Thema wird in der Sendung "Religion und Welt" vom 21.07.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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