"Man darf sich kein vorschnelles Urteil bilden"

"Man darf sich kein vorschnelles Urteil bilden"

Ein Interview mit Gaby Schäfer, Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Rheinland-Pfalz und Saarland

Ursula Thilmany-Johannsen   02.03.2018 | 14:15 Uhr

Für Gaby Schäfer, die Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Rheinland-Pfalz und Saarland, ist die Entscheidung der Tafeln in Essen und Marl, vorerst keine weiteren Flüchtlinge mehr aufzunehmen, kein Grund, den Stab über die Tafel-Ehrenamtler zu brechen.

Die Tafel im nordrhein-westfälischen Essen hat vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie keine Asylbewerber mehr für die Gratis-Abgabe von Lebensmitteln aufnimmt. Ihr Anteil sei mit 75 Prozent zu hoch, vor allem Frauen und Ältere Menschen fühlten sich zuweilen bedroht. Diese Woche teilte auch die Marler Tafel mit, dass sie Flüchtlinge nur noch eingeschränkt annimmt.

Für Gaby Schäfer, die Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Rheinland-Pfalz und Saarland, ist die Entscheidung kein Grund, den Stab über die Tafel-Ehrenamtler zu brechen: Sie plädiert vielmehr dafür, konstruktive Lösungen für die Probleme aller Menschen vor Ort zu finden.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Religion und Welt" vom 03.03.2018 auf SR 2 KulturRadio berichtet.


Der SR 2-Programmtipp:

Samstag, 3. März 2018, 14.20 Uhr: Religion und Welt
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Ein Gespräch mit der Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Rheinland-Pfalz und Saarland zur aktuellen Armutsdebatte und die Wiedereröffnung der Jerusalmer Grabeskirche: Das sind die Themen in "Religion und Welt" vom 3. März.

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